DOKUMENTATION

GUTE EINARBEITUNG NEUER MITARBEITER ORGANISIEREN

Wenn Sie offene Stellen zu besetzen haben, werden Sie heute vor der Situation stehen, häufig gar keine Bewerbungen zu bekommen. Schaffen Sie es dennoch, eine Neueinstellung vorzunehmen, sollten Sie darauf […]

Marcel Faißt

22.05.2025 · 7 Min Lesezeit

Wenn Sie offene Stellen zu besetzen haben, werden Sie heute vor der Situation stehen, häufig gar keine Bewerbungen zu bekommen. Schaffen Sie es dennoch, eine Neueinstellung vorzunehmen, sollten Sie darauf achten, dass die Einarbeitung gut organisiert erfolgt.

Eine Einarbeitung sollte gut organisiert erfolgen, denn misslingt sie, kann das für die Einrichtung sehr teuer werden. Im schlimmsten Fall springt der händeringend gesuchte neue Mitarbeiter wieder ab, und Sie müssen das gesamte Ausschreibungsverfahren inklusive des Schaltens teurer Stellenanzeigen neu starten. Zusätzlich haben Sie erneut den Aufwand, den Bewerber zu casten und letztendlich die Einarbeitung sicherzustellen. Ein neuer Mitarbeiter wird auch die erste Zeit nicht vollwertig eingesetzt werden können – da er einfach viele hausinterne Abläufe nicht kennt. Verlieren Sie also einen neu eingestellten Mitarbeiter aufgrund einer schlechten Einarbeitung, verlieren Sie nicht nur viel Zeit, sondern sind auch wie beschrieben mit zusätzlichen Kosten konfrontiert. Dazu kommt das Risiko, dass Sie womöglich gar keinen Ersatz finden. Immer mehr Pflegeeinrichtungen berichten, dass sich auf Stellenausschreibungen – seien sie im Internet oder auch ganz klassisch in Zeitungen geschaltet – gar keine Bewerber mehr finden lassen.

PRAXISBEISPIEL: Ich selbst habe folgende Situation erlebt. Als ich als frisch ausgebildete Fachkraft eine neue Stelle in einer stationären Pflegeeinrichtung angetreten bin, sah mein 1. Arbeitstag wie folgt aus: Ich kam voller Elan zur Frühschicht und freute mich darauf, meine neue Arbeitsstelle kennenzulernen. Nach der Übergabe stellte sich heraus, dass ich an diesem Morgen die einzige Fachkraft in der Frühschicht war und ohne Einarbeitung sofort die Schichtleitung übernehmen musste. Für einen kurzen Moment habe ich dann überlegt, ob ich nicht sofort wieder gehen sollte, da dies natürlich alles andere als eine verantwortungsvolle Einarbeitung war. Ich habe mich zwar dafür entschieden, dort zu bleiben. Dennoch: Manch einer hätte sich sicherlich anders entschieden.

GEFAHR DER MITARBEITERKÜNDIGUNG IN DER PROBEZEIT

Das Beispiel macht deutlich: Als neuer Mitarbeiter kommt man natürlich mit Erwartungen und Vorstellungen an seine neue Arbeitsstelle. Wenn diese Erwartungen überhaupt nicht erfüllt werden, besteht die Gefahr, dass der neue Mitarbeiter aus purer Enttäuschung noch in der Probezeit die Einrichtung wieder verlässt. Und schlimmer noch: Womöglich hat er Ihre Einrichtung so negativ in Erinnerung, dass er dies auch in seinem Freundeskreis berichtet. Die Folge: Schlechte Mundpropaganda erschwert Ihre Suche nach qualifizierten Pflegekräften. Denn oft ist die lokale „Pflegeszene“ gut miteinander vernetzt (gerade durch Social Media), sodass sich ein schlechtes Image einer Einrichtung – gerade was die Arbeitsbedingungen anbetrifft – sehr schnell herumspricht und die Akquise von neuen Mitarbeitern zusätzlich erschwert. Außerdem gibt es auch Bewertungsportale, wo Mitarbeiter ihren Arbeitgeber anonym bewerten können. Eine bekannte Plattform heißt Kununu. Immer mehr Bewerber prüfen vorab die Bewertungen, die dort hinterlegt sind. Fallen diese besonders negativ aus, wird sich auch das negativ auf Ihre Akquise auswirken. Machen Sie es deswegen besser und orientieren Sie sich bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter an den folgenden 7 Tipps:

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