Bestimmt haben Sie sich auch schon mal durch eine Unachtsamkeit gestoßen und sich auf diese Weise zahlreiche „blaue Flecken“ eingehandelt, manchmal sogar, ohne im Nachhinein noch genau zu wissen, woher sie stammen. Und vermutlich beachten Sie diese auch nicht weiter.
Wenn Ihre Bewohner hingegen Hämatome entwickeln, erfordert dies Ihre erhöhte Aufmerksamkeit.
PRAXISBEISPIEL: Die Pflegerin Frau Schön hilft der Pflegekundin Frau Hebbel bei der Körperpflege. Hierzu sitzt diese auf dem Toilettenstuhl vor dem Waschbecken. Als Frau Schön den Stuhl herumdreht, stellt Frau Hebbel gleichzeitig ihr rechtes Bein fest auf den Boden und quetscht sich hierbei zwischen Wadenmuskel und Schienbein. Zunächst ist keine Schädigung des Gewebes sichtbar, die Pflegekundin äußert jedoch Schmerzen. In den nächsten Tagen entwickelt sich ein dunkles Hämatom und daraus schließlich eine offene Wunde, die stationär behandelt werden muss.
Bei einem Hämatom werden Blutgefäße unter der Haut gequetscht und verletzt
Hierdurch gelangen Blutzellen und Flüssigkeit ins umliegende Gewebe. Es kommt zu einem „blauen Fleck“, d. h. einer sichtbaren Einblutung aus den kleinen Kapillargefäßen in das subkutane Gewebe. Bei älteren Menschen passiert dies schneller, denn ihre Haut ist dünner und weniger elastisch und federt daher Stöße nicht mehr so effektiv ab wie die Haut jüngerer Menschen. „Blaue Flecken“ sind zunächst rot, verfärben sich aber mit der Zeit, da der Körper die Blutrückstände nach und nach abbaut. 2–3 Wochen nach der Verletzung ist das Hämatom normalerweise verschwunden.
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