„Händedesinfektion“

Händedesinfektion: Wann geht’s nicht ohne?

Händedesinfektion – so viel wie nötig, doch so wenig wie möglich. Deshalb sollten Sie genau definieren, in welchen Situationen eine Händedesinfektion unverzichtbar wird. In diesem Zusammenhang spricht macht von der […]

Renate Tief

23.06.2025 · 4 Min Lesezeit

Händedesinfektion – so viel wie nötig, doch so wenig wie möglich. Deshalb sollten Sie genau definieren, in welchen Situationen eine Händedesinfektion unverzichtbar wird. In diesem Zusammenhang spricht macht von der „Indikation der Händedesinfektion“. Sie berücksichtigt das Risiko, dass bei den verschiedenen Tätigkeiten in Ihrer Praxis pathogene Erreger übertragen werden. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Fakten zu diesem wichtigen Thema.

Indikationsgruppen nach dem WHO-Modell

Ambulante nichtinvasive Bereiche:

  • VOR direktem Patientenkontakt, um Patienten vor der Kolonisation mit Erregern zu schützen, die die Hände Ihrer Mitarbeiter temporär besiedeln (vor intensivem Hautkontakt, z. B. bei der körperlichen Untersuchung).
  • VOR aseptischen Tätigkeiten, um Patienten vor dem Eindringen von potenziell pathogenen Erregern (einschließlich ihrer eigenen Standortflora) in sterile bzw. nicht kolonisierte Körperbereiche zu schützen (z. B. bei Injektionen, Punktionen, Verbandswechseln).
  • NACH Kontakt mit potenziell infektiösen Materialien, zum Schutz Ihrer Mitarbeiter und der nachfolgenden Patienten vor potenziell pathogenen Erregern (z. B. über Blut, Erbrochenes, Wundsekret, Nasensekret, Sputum).
  • NACH Patientenkontakt, zum Schutz Ihrer Mitarbeiter und der nachfolgenden Patienten vor potenziell pathogenen Erregern (nach intensivem Körperkontakt, z. B. bei einer körperlichen Untersuchung; nach dem Ausziehen der Handschuhe).