Publikationen und Studien beschäftigen sich oft mit den Belastungen, die Angehörigen durch häusliche Pflege entstehen. Unter anderem deshalb hat die Bundesregierung in den letzten Jahren umfangreiche Unterstützungsmöglichkeiten geschaffen. In einer Studie, die 2020 erschienen ist, sagten z. B. 68 % der Befragten, dass sie die Pflege eines Angehörigen stark bis sehr stark belaste.
Forscher schauen nun vermehrt auch auf das Positive
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Benefits of being a caregiver“ zeigen erste Ergebnisse, dass es auch positive Aspekte der Pflege von Angehörigen gibt, die unter anderem sogar den Heimübertritt verzögern. Es sind die sogenannten „Benefits“ (Zugewinne). Im Rahmen des Projekts des Universitätsklinikums Erlangen in Kooperation mit dem Medizinischen Dienst Bayern wurde ein Fragebogen entwickelt und an 5.000 pflegende Angehörige verteilt. Wesentlicher Bestandteil der Forschungshypothese ist eine Schutzwirkung der Benefits vor der Belastung. Ziel des Projekts ist unter anderem die Eingrenzung des Begriffs der Zugewinne. Auf dieser Basis sollen gezielt Maßnahmen abgeleitet werden, um die Situation der pflegenden Angehörigen zu verbessern.
Ergebnis: Zugewinn ist unabhängig von der Belastung
Die ersten Ergebnisse zeigen, dass negative Effekte der Pflege eines Angehörigen, etwa Depressionen oder körperliche Beschwerden, abgepuffert werden können durch erlebten Zugewinn. Solche sind z. B.:
Testen Sie jetzt „Qualität in der Pflege“ und profitieren Sie von einer maßgeschneiderte Unterstützung für Ihre Qualitätsbeauftragten!
Die professionelle Praxishilfe erleichtert die Einführung, Umsetzung und Überwachung der neuen Qualitätsstandards in der Altenpflege, damit Sie dort Leistung zeigen, wo der MD sein Augenmerk hat.