„Wollen Sie eigentlich einen Roman über Ihren Pflegekunden schreiben?“, hat letzte Woche ein Prüfer des MD meine gute Freundin Silke gefragt, als sie zusammen die Dokumentation eines zu Pflegenden durchgegangen sind. Der Grund für seine Verwunderung? In Silkes Betrieb wird sehr viel Wert auf eine intensive Biografie-Arbeit gelegt. Es gibt auf jedem Wohnbereich extra Biografie-Beauftragte, die anhand standardisierter Formulare die Lebensgeschichte der zu Pflegenden erheben und dokumentieren.
Wichtig: Eine Biografie sollte lebendig sein
„Was machen Sie denn nun wirklich konkret mit diesen ganzen Informationen? Wie übertragen Sie die Ergebnisse in den Alltag?“, hat der Prüfer weiter gefragt. Darauf wusste meine Freundin keine richtige Antwort, wie sie mir danach erzählt hat. Sie konnte in der Prüfungssituation dem MD-Prüfer aber glaubhaft versichern, dass die Informationen z. B. im Rahmen der Einzelförderung und der 10-Minuten-Aktivierung genutzt werden, um für die Pflegekunden passende Angebote und Themen zu finden.
Als wir später darüber sprachen, meinte sie aber zu mir: „Das Gespräch hat mich schon zum Nachdenken gebracht. Wenn ich ehrlich bin, verwalten wir größtenteils tote Daten. So richtig übertragen und nutzen wir die Informationen aber nicht.“ In meiner täglichen Berufspraxis erlebe ich Ähnliches – und das ist wirklich schade!
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