Menschen können oft besser verstanden werden, wenn man mehr über sie weiß. Doch da Angehörige häufig nur eine „Nebenrolle“ neben den Pflegekunden spielen, gehen deren Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse meist unter. Angehörigen fällt es sehr schwer, mit den kognitiven Veränderungen des an Demenz erkrankten Menschen zurechtzukommen. Häufig verdrängen sie die Erkrankung, wollen den kognitiven Leistungsabbau nicht wahrhaben und halten an den Fähigkeiten, dem Charakter und dem Leben von früher fest.
Wichtig:
Angehörige trauern intensiv um den an Demenz erkrankten Angehörigen. Sie können kaum fassen und verarbeiten, wie sich ihr gesamtes Leben dadurch verändert. Sie brauchen Wertschätzung, Verständnis, Empathie und Anerkennung von Menschen, die sie verstehen können.
Empathie bedeutet:
- Mit den Augen des anderen sehen.
- Mit den Ohren des anderen hören.
- Mit dem Herzen des anderen fühlen.
Durch die Erkrankung nehmen Angehörige kontinuierlich „Abschied auf Raten“. Sie nehmen Abschied von Charaktereigenschaften und Fähigkeiten einer geliebten Person und einer sich anders vorgestellten Zukunft. Hinzu kommen körperliche und seelische Belastungen sowie ein schlechtes Gewissen.
All dies macht es Angehörigen oft unmöglich, neutral zu sein.

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