TITELTHEMA: PFLEGE & MEDIZIN

Hauptpflege: Wenn Berührung mehr sagt als Worte

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und sie ist in der letzten Lebensphase oft besonders verletzlich, denn mit den körperlichen Veränderungen am Lebensende verändert sich auch die Haut. […]

Michaela Funk

28.08.2025 · 5 Min Lesezeit

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und sie ist in der letzten Lebensphase oft besonders verletzlich, denn mit den körperlichen Veränderungen am Lebensende verändert sich auch die Haut. Sie benötigt mehr Aufmerksamkeit, Schutz und Zuwendung als je zuvor.

Am Lebensende verändert sich die Haut

Viele Ihrer Pflegekunden leiden gerade in der letzten Lebensphase unter trockener, juckender oder empfindlicher Haut. Immobilität, diverse Medikamente, eine verringerte Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme sowie auch psychische Belastungen hinterlassen oftmals deutlich sicht- und spürbare Spuren. Die Haut wird trocken, rissig, schuppig oder reizend. Häufig teilen Ihnen Ihre zu Pflegenden mit, dass sie sich „in ihrer Haut nicht mehr wohlfühlen“. Genau hier kann dann Ihre Hautpflege für die Betroffenen mehr bewirken, als es auf den ersten Blick scheint, denn Hautpflege bedeutet weit mehr, als nur Schäden vorzubeugen. Eine wohltuende Waschung am Morgen, eine Einreibung mit Aromaölen am Abend oder das vorsichtige Massieren schmerzender Körperregionen sind kleine Rituale, die den Pflegealltag in der Palliativversorgung menschlicher machen und dem Pflegekunden zeigen: Du bist mir wichtig.

Hautpflege bedeutet auch Beziehungspflege

Oft sind Berührungen die einzige Form der Kommunikation, die während der letzten Lebenstage noch möglich ist. Viele Pflegebedürftige erleben die Hautpflege daher nicht nur als pflegerische Notwendigkeit, um gewaschen und sauber zu sein, sondern als Kontakt zu Ihnen als der Mensch, der Nähe, Sicherheit und Trost vermittelt. Achten Sie daher immer darauf, wie Ihr Pflegekunde auf Ihre Berührung reagiert.

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Jede Ausgabe zeigt Ihnen Wege für eine würdevolle Pflege und Betreuung von Menschen auf, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden. Auf der Basis von Respekt gegenüber dem Leben und der Autonomie des Menschen erfahren Sie regelmäßig, wie Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe mit Kompetenz, Wahrhaftigkeit und Einfühlungsvermögen durchführen.