So sehr wir in der professionellen Pflege auch prophylaktisch arbeiten: Der Sturz eines Pflegekunden lässt sich nicht immer verhindern. Ihre strukturierte Nacharbeit ist für die Vermeidung von Folgeschäden, zur Verhinderung weiterer Stürze und für Ihre persönliche Absicherung anschließend extrem wichtig. Beachten Sie dabei ab sofort diese Punkte.
„Meine PDL hat mir heute gesagt, dass die Krankenkasse unseres Pflegekunden Herrn Gössner ein Schreiben geschickt hat und nähere Auskünfte zu seinem Sturz vor 2 Monaten haben möchte. Leider haben meine Kollegen diesen nicht ganz so gut dokumentiert, sodass die PDL jetzt alle detaillierten Angaben nachforschen muss. Sie war davon ganz schön genervt und meinte, dass wir in Zukunft bei der Doku von Stürzen sorgfältiger arbeiten müssen“, hat mir meine Freundin Mona am Dienstag erzählt.
Haben Sie eine ähnliche Situation auch schon einmal erlebt? Es kommt leider nicht selten vor, dass Krankenkassen bis zu 8 Monate nach einem Sturz nähere Angaben dazu anfordern! Wer soll sich denn nach so langer Zeit noch an den genauen Ablauf oder eine festgestellte Sturzursache erinnern? Richtig, das gelingt kaum einer Pflegefachkraft. Deshalb ist die sorgfältige Dokumentation mindestens genauso wichtig wie Ihre professionellen Maßnahmen in der Akut-Situation.
Direkt nach dem Sturz: Das sind Ihre To-dos
In der Regel bekommen Sie den Sturz entweder selbst mit oder Sie werden von Pflegehilfskräften, einem Besucher oder dem Pflegekunden selbst informiert. Zuallererst stehen jetzt die Versorgung und Betreuung des zu Pflegenden im Mittelpunkt. Sie
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