In den letzten Jahren sind vermehrt Fälle von Krätze (Fachausdruck Skabies) in stationären Pflegeeinrichtungen aufgetreten. Hatten Sie bei der Versorgung von Pflegekunden auch schon einmal mit dieser Hautkrankheit zu tun? Beim ersten Hören reagierte meine Freundin Martina während unserer Ausbildung mit: „Igitt, da juckt es mich gleich!“ Das konnte ich gut nachvollziehen, jedoch: Neben unseren persönlichen Befindlichkeiten gilt es bei einem akuten Skabies-Befall, die Nerven zu behalten und gleich professionell zu handeln.
Skabies – was heißt das eigentlich?
Skabies ist eine durch die Krätzmilbe hervorgerufene Hauterkrankung. In den ersten Wochen eines Krätzmilbenbefalls ist der Erkrankte meist noch beschwerdefrei, aber bereits ansteckend. Die eigentlichen Symptome erscheinen erst nach 2–5 Wochen und treten meist in 2 unterschiedlichen Krankheitsphasen auf. Die ersten Hauterscheinungen bestehen aus weißlichen, leicht gewundenen, wenige Millimeter bis ein Zentimeter langen Milbengängen, an deren Ende sich manchmal ein kleines Bläschen ausbildet.
Einige Wochen später können Sie bei Ihrem Pflegekunden dann ein milbenfreies, verstreutes Hautekzem beobachten, oft um die Brustwarzen und am Handrücken. Der Pflegekunde leidet unter einem starken Juckreiz, der in der Nacht zunimmt. Skabiesmilben werden durch einen längeren und großflächigen direkten Haut-zu-Haut-Kontakt übertragen. Dabei steigt das Infektionsrisiko mit der Anzahl der Milben auf der Hautoberfläche und ist besonders bei einer Scabies crustosa gefährlich.
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