Stürze und Sturzprophylaxe bei Menschen mit Demenz

Hilfsmittel zur Sturzprävention – diese Checkliste hilft Ihnen, für mehr Akzeptanz zu sorgen

Hilfsmittel zur Sturzprävention in der Pflege sind wichtige Bausteine zur Sicherheit älterer, oft multimorbider Menschen. Doch gerade bei Menschen mit Demenz ist deren Anwendung herausfordernd, da die kognitive Verarbeitung, das […]

Jochen Gust

29.09.2025 · 4 Min Lesezeit

Hilfsmittel zur Sturzprävention in der Pflege sind wichtige Bausteine zur Sicherheit älterer, oft multimorbider Menschen. Doch gerade bei Menschen mit Demenz ist deren Anwendung herausfordernd, da die kognitive Verarbeitung, das Erkennen von Zusammenhängen und das Erlernen neuer Gewohnheiten beeinträchtigt sind. Hinzu kommt häufig das fehlende Krankheitsbewusstsein, was zum Ignorieren von Hilfsmitteln führt.

Gängige Hilfsmittel und ihre Rolle in der Sturzprävention

Es gibt viele Bausteine der Sturzvermeidung. Als Pflegefachperson ist Ihre Arbeit zentral für die Sturzvermeidung und die Abmilderung möglicher Folgen. Nicht überall und immer, aber oft steht eine Reihe von Hilfsmitteln zur Verfügung.

Besondere Schwierigkeiten bei Menschen mit Demenz

  • Erkennen und Verstehen: Hilfsmittel wie ein Rollator oder eine sensorische Matte werden nicht als solche wahrgenommen oder falsch genutzt (z. B. Abstützen an instabilen Gegenständen).
  • Misstrauen: Neues Equipment kann Angst oder Abwehrverhalten auslösen.
  • Veränderungsresistenz: Routinen sind oft zentral, neue Gewohnheiten wie das Nutzen eines Rollators sind schwer vermittelbar.
  • Sturzgefahr durch Fehlanwendung: Unsachgemäßer Umgang mit Hilfsmitteln (z. B. Stolpern über eine Anti-Rutsch-Matte) kann das Gegenteil bewirken.
  • Hilfsmittel: Die Nutzung von Hilfsmittel, die den Betroffenen schützen sollen, wird vergessen (Gehstock, Rollator, bestimmtes Schuhwerk).
  • Unterstützung: Aufgrund der Fortentwicklung der Demenz fehlt die Einsicht, überhaupt Unterstützung zu benötigen. Wenn sich die hochaltrige Person mit Demenz für Mitte 40 hält, kann sie die Notwendigkeit der Nutzung eines Rollators nicht nachvollziehen.

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