Der deutsche Philosoph Ernst Bloch hat einmal geschrieben: „Der Mensch ist wesenhaft von der Zukunft her bestimmt.“ Aber welche Zukunft kann das sein im Angesicht des Todes, wenn nur noch wenig Lebenszeit verbleibt? Und wie zeigt sich hier das typisch menschliche Wesen?
Auch wenn Ernst Bloch oftmals mit Sprache spielte und sich hierbei für viele Menschen unverständlich ausdrückte, brachte er es doch ziemlich kurz und knapp auf den Punkt: Der Mensch ist wohl das einzige Lebewesen, das seine Zukunft rational plant. Wir Menschen können dies und wir tun es auch, indem wir z. B. einkaufen gehen, damit wir in den nächsten Ta- gen etwas zu essen haben, oder indem wir arbeiten gehen, um diese Einkäufe auch bezahlen zu können. Wir leben eben nicht in den Tag hi- nein – außer vielleicht in der kurzen Zeitspanne des Urlaubs – oder wie es mit einer fernöstlichen Weisheit auf den Punkt gebracht wird: „Lebe so, als wenn es der letzte Tag sei!“ Ehrlich gesagt würde ich persönlich nicht an meinem Schreibtisch sitzen und diesen Text verfassen, wenn es mein letzter Tag wäre.
Ja, Sterbende haben ebenso eine Zukunft im Leben, wenn diese auch nur kurz ist. Und auch wenn diese Kürze einen Einfluss auf die Inhalte der Zukunftsplanung hat, hoffen Sterbende ebenfalls auf bestimmte Dinge in ihrer Zukunft. Eine Studie aus der Gerontologie zeigt diese Inhalte im Einzelnen auf.
Diese Einflüsse erleichtern das Sterben
Studien zeigen, dass es Rahmenbedingungen gibt, die das Sterben erleichtern. So hat beispielsweise der Gerontologe Andreas Kruse alte Menschen hierzu befragt, die alle eine infauste Prognose aufgrund einer tödlichen Erkrankung hatten. Es zeigt sich, dass es sich leichter stirbt, wenn
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