Es ist ein leidiges Thema: Müssen wir vor dem Hintergrund der Entbürokratisierung der Pflegedokumentation wirklich noch Bewegungsprotokolle führen? Wenn ja: Welche Angaben gehören dort hinein? Und wie sichern wir uns gegenüber MD und Heimaufsicht ab? Erfahren Sie in diesem Artikel mehr dazu.
Praxisbeispiel: „Unsere Pflegekundin Frau Kaiser hat den Pflegegrad 5 und eine ausgeprägte Demenz“, hat mir meine Freundin Ina am Freitag erzählt. „Sie braucht Hilfe in allen Lebensbereichen. Durch ihre Immobilität und die diversen Grunderkrankungen besteht natürlich auch ein erhöhtes Dekubitusrisiko. Die ganze Zeit sind wir damit folgendermaßen umgegangen: Wir haben das Risiko pflegefachlich eingeschätzt und die passenden Maßnahmen dazu geplant. Im Fokus steht dabei die regelmäßige Positionierung von Frau Kaiser. Das haben wir als ,Immer-so-Maßnahme‘ im PC hinterlegt und nicht mehr separat abgezeichnet. Bei der Prüfung durch den MD letzte Woche wurde das bemängelt. Angeblich wäre es zwingend notwendig, einen Positionierungsplan zu führen und dort jede Bewegungsänderung zeitnah einzutragen. Kann das stimmen? Dann ersticken wir ja wieder in Plänen, wenn wir das für alle gefährdeten Pflegekunden so machen müssen!“
Ich konnte Inas Erzählung gut folgen und auch ihre Befürchtungen gut nachvollziehen. Eigentlich wollen wir ja immer weniger dokumentieren. Dann machen wir das endlich mal und dann kommt der MD und sagt, dass das aber nicht richtig ist. Oje, das ist wirklich schwierig.
Wie gehen Sie bei sich mit dem Thema „Bewegungsprotokolle“ um? Führen Sie diese händisch oder digital? Führen Sie diese überhaupt noch oder haben Sie die Maßnahmen wie Positionierungen, Transfer usw. als feste Maßnahmen in der Tagesstruktur geplant, sodass diese automatisch als abgezeichnet gelten?
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