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In 10 Schritten bringen Sie die Gesetze in die Prozesse

Sie haben nun Ihr Rechtskataster, und Sie haben die Themen festgelegt, wo es häufig Fehler gibt und die mit hohen Risiken behaftet sind. Diese Fehler sind ein Indiz dafür, dass […]

Sandra Herrgesell

17.05.2026 · 5 Min Lesezeit

Sie haben nun Ihr Rechtskataster, und Sie haben die Themen festgelegt, wo es häufig Fehler gibt und die mit hohen Risiken behaftet sind. Diese Fehler sind ein Indiz dafür, dass Ihre Einrichtung eben genau in diesem Bereich nicht rechtssicher ist. Das möchten Sie sicher ändern. Wir sehen uns nun am Beispiel der Medikation an, wie Sie Prozesse im Sinne der Rechtssicherheit optimieren können.

1. Wählen Sie den Prozess aus. Aus Ihrer Prioritätenliste haben Sie erkannt: Da klemmt etwas, das müssen wir bearbeiten. Ich habe hier den Medikationsprozess gewählt, weil er in fast allen Einrichtungen, die ich besuche, fehleranfällig ist. Sie sollten jedoch in Ihrer Einrichtung mit den Prozessen beginnen, die bei Ihnen aktuell für die meisten Fehler und negativen Rückmeldungen sorgen.

2. Klären Sie die rechtlichen Anforderungen. Mitarbeitende haben oft keinen Bezug zu Gesetzen und behördlichen Anforderungen. Auch ist ein neuralgisches Thema in der Praxis, dass wir nicht immer mitbekommen, wenn sich rechtliche Grundlagen ändern. Wenn Sie also damit beginnen, einen fehlerbehafteten Prozess zu überarbeiten, bietet es sich an, noch einmal zusammenzutragen, welche gesetzlichen Anforderungen überhaupt gelten. Die Übersicht können Sie direkt für eine Kurzschulung im Team nutzen. Bei der Gelegenheit können Sie gleich überprüfen, ob Ihr Rechtskataster aktuell ist und ob in Ihrer Einrichtung vorhandene Gesetze den jeweils gültigen Ausgabenstand tragen. Und auch ein Blick in die Gesetze, um Wissen aufzufrischen, schadet nicht.

MEIN TIPP: Binden Sie die Beauftragten in Ihrer Einrichtung ein. Fragen Sie sie: Was hat sich geändert? Am Beispiel des Medikationsprozesses können Sie auch auf eine Schulung durch Ihren Apotheker zurückgreifen. Dabei geht es nicht darum, juristische Detaildiskussionen zu führen, sondern im Sinne des Risikogedankens wichtige Aspekte zu klären, z. B. zur sicheren Lagerung von Medikamenten.

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