Interview

Interview: Ausbildungsabbrüche in der Pflege verhindern – und was Sie beitragen können

Auszubildende in der Pflege brechen ihre Ausbildung häufiger ab, als Auszubildende in anderen Berufen. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von psychischen Vorbelastungen, die Auszubildende ohne Unterstützung nicht bewältigen, bis […]

Jochen Gust

29.09.2025 · 5 Min Lesezeit

Auszubildende in der Pflege brechen ihre Ausbildung häufiger ab, als Auszubildende in anderen Berufen. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von psychischen Vorbelastungen, die Auszubildende ohne Unterstützung nicht bewältigen, bis hin zu Erfahrungen während der Ausbildung, die junge Menschen aus der Bahn werfen. Schlechte Praxisanleitung, schwierige Arbeitsbedingungen und falsche Erwartungen tragen ihren Teil zur Abbrecherquote bei. Die anstrengende Arbeit und Lernstress führen in Kombination in manchen Fällen zudem zu familiären oder sozialen Problemen. Die generalistische Pflegeausbildung verzeichnet zwar steigende Anmeldezahlen, doch ein großer Teil der Auszubildenden bricht vorzeitig ab – ein enormer Verlust für uns als Branche. Wie lassen sich Ausbildungsabbrüche verhindern?

Wir brauchen jeden geeigneten Menschen

Der Pflegebereich verzeichnet einen der größten Fachkräfteengpässe in Deutschland – absolut wie prozentual. Der demografische Wandel verschärft diese Entwicklung weiter. Ausbildung dämmt den Mangel – jedoch nur, wenn Abbrüche reduziert und Rahmenbedingungen verbessert werden.

Viele junge Menschen steigen motiviert ein, scheitern jedoch an den Belastungen. Um dem entgegenzuwirken, braucht es mehr als theoretischen Unterricht: Es braucht neue Konzepte, mehr persönliche Begleitung und eine stärkere Verantwortung der Pflegeschulen und Ausbildungsträger.

Testen Sie jetzt „Demenzpflege im Fokus“ und profitieren Sie von einer maßgeschneiderte Unterstützung für Pflegefachkräfte in der Demenzversorgung!

Jede Ausgabe beinhaltet aktuelle Fallbesprechungen aus dem Pflegealltag, Expertenwissen zur Demenzpflege, bewährte Ansätze zur Beziehungsgestaltung, spezialisiertes Know-how zur Versorgung im Spätstadium sowie praxisorientierte Tipps für eine effektive Kommunikation und Pflegeplanung.