Intergenerative Teams

Jung vs. Erfahren: So gelingt die Führung heterogener Pflegeteams

In der modernen Pflegeeinrichtung ist der Generationenmix längst gelebter Alltag. An der Übergabe sitzen die frisch examinierte 20Jährige, die mit digitalen Dokumentationssystemen aufgewachsen ist, und die erfahrene 60jährige Pflegekraft, die […]

Marcel Faißt

07.05.2026 · 6 Min Lesezeit

In der modernen Pflegeeinrichtung ist der Generationenmix längst gelebter Alltag. An der Übergabe sitzen die frisch examinierte 20Jährige, die mit digitalen Dokumentationssystemen aufgewachsen ist, und die erfahrene 60jährige Pflegekraft, die noch die autoritären Krankenhausstrukturen der 70erJahre erlebt hat.

Diese Heterogenität birgt eine enorme Sprengkraft für Konflikte, ist aber gleichzeitig der wichtigste Motor für eine exzellente Versorgungsqualität. Die Herausforderung für Sie als Pflegedienstleitung (PDL) besteht darin, eine generationensensible Führungsarbeit zu etablieren, die individuelle Potenziale hebt, anstatt sie in starre Hierarchien zu pressen.

Das Dilemma der „jungen Führung“

Ein häufiges Phänomen in der Branche ist der „heiße Stuhl“ der Wohnbereichsleitung (WBL). Wenn Positionen vakant werden, rücken oft junge Talente unmittelbar nach ihrer Ausbildung nach. Diese stehen dann vor der gewaltigen Aufgabe, Kollegen zu führen, die über weitaus mehr Lebens und Berufserfahrung verfügen. Ohne entsprechendes Coaching führt dies oft zur Unsicherheit: „Welcher Führungsstil ist angemessen? Darf ich die erfahrene Kollegin korrigieren?“

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