Gerade in der Betreuung von Menschen mit Demenz treten Kommunikationsprobleme leider häufig auf. Missverständnisse können dabei rasch in herausfordernde Verhaltensweisen umschlagen. Dies können Sie vermeiden, wenn Sie angemessen mit den Pflegekunden kommunizieren.
Fallbeispiel: Bei Pflegekundin Uta Weiß wurde eine mittelgradige Demenz diagnostiziert. Die Fähigkeit zur Kommunikation ist bei Frau Weiß deutlich verschlechtert. Die Pflegefachkraft (PK) Julia Schulze tritt in Frau Weiß Zimmer zur morgendlichen Grundpflege ein:
PK: „Guten Morgen, Frau Weiß, haben Sie gut geschlafen?“ Frau Weiß schaut sie an, antwortet aber nicht. PK: „Ich bin hier, um Ihnen heute beim Waschen zu helfen.“ Frau Weiß: „Wozu sind Sie hier? Wer sind Sie überhaupt?“
PK: „Ich bin Julia Schulze, Ihre Pflegerin.“
Frau Weiß: „Lassen Sie mich in Ruhe, ich will nur noch nach Hause.“PK: „Aber hier ist doch Ihr Zuhause. Nun lassen Sie uns mal loslegen, das Frühstück steht schon für Sie im Speiseraum parat!“ Frau Weiß beginnt, von Unruhe getrieben, aufgeregt durch das Zimmer zu gehen.
PK: „Frau Weiß, nehmen Sie doch bitte Platz. Ich möchte Ihnen doch nur helfen.“
Frau Weiß: „Ich kenne Sie nicht, hauen Sie ab!“
Die Verständnisprobleme liegen auf der Hand
Das Beispiel zeigt, wie wichtig eine angemessene Kommunikation ist, um den Bedürfnissen von Menschen mit Demenz gerecht zu werden, und welche Fettnäpfchen andererseits drohen:
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