Kommunikationsakrobatik: Mit diesen Tipps gelingt Ihnen der Umgang mit Vorwürfen und Konflikten

Angehörige sind Kunden und wissen, wie viel die Pflege und Betreuung des Pflegekunden kostet. Sie haben oft hohe Ansprüche, die sie zugunsten des Pflegekunden durchsetzen möchten. Sie handeln demnach in […]

Jochen Gust

28.07.2025 · 3 Min Lesezeit

Angehörige sind Kunden und wissen, wie viel die Pflege und Betreuung des Pflegekunden kostet. Sie haben oft hohe Ansprüche, die sie zugunsten des Pflegekunden durchsetzen möchten. Sie handeln demnach in guter Absicht. Da ihr Engagement jedoch meist gemischt ist mit eigener Überforderung, einem schlechten Gewissen, zu wenig kommunizierten Wünschen und zu selten gestellten Fragen, gibt es bei Beschwerden von Angehörigen hohes Konfliktpotenzial.

Gefühlschaos pur – die richtigen Worte für Angehörige mit einem schlechten Gewissen finden

Angehörigen fällt es meist sehr schwer, Hilfe anzunehmen und ambulante oder stationäre Pflegedienste in Anspruch zu nehmen. Nicht selten haben sie ein schlechtes Gewissen und machen sich Vorwürfe, es nicht aus eigener Kraft zu schaffen, den Pflegekunden zu versorgen. Gehen Sie sensibel mit den Gefühlen der Angehörigen um und zeigen Sie, dass Sie Verständnis für das Gefühlschaos haben. Angehörige verdienen das gleiche Maß an Empathie und Akzeptanz wie Ihr Pflegekunde. Schenken Sie Angehörigen zwischendurch nette Worte.

Folgende Aussagen treffen auf viele Angehörige zu:

● „Sie leisten großartige Arbeit. Denken Sie daran: 90 % sind genug.“

● „Fehler dürfen passieren.“

● „Hilfe anzunehmen, ist kein Zeichen von Schwäche.“

● „Jeder Mensch hat Gefühle. Ihr Angehöriger darf fühlen und Sie dürfen ebenfalls fühlen.“

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