Kunden & Angehörige

Kundenberatung: 20 Beispiele für Maßnahmen zur Sturzprävention 

Wenn Ihr Pflegekunde sturzgefährdet ist, sollten Sie die Umgebung so sicher wie möglich gestalten. Welche Maßnahmen dabei hilfreich sein und welche Ratschläge Sie Ihrem Pflegekunden geben können, zeigt die folgende […]

Annett Urban

04.02.2025 · 2 Min Lesezeit

Wenn Ihr Pflegekunde sturzgefährdet ist, sollten Sie die Umgebung so sicher wie möglich gestalten. Welche Maßnahmen dabei hilfreich sein und welche Ratschläge Sie Ihrem Pflegekunden geben können, zeigt die folgende Übersicht. Beachten Sie zudem, dass Sie auch Ihren Pflegekräften diese Beispiele an die Hand geben können. 

Übersicht: 20 Beispiele für Maßnahmen zur Sturzprävention 

Festes Schuhwerk tragen: Pflegekunden sollten auch in der Wohnung auf Schlappen oder Pantoffeln verzichten und stattdessen feste Schuhe mit rutschfester Sohle tragen. 
Trittsichere Teppiche: Teppiche sollten möglichst nicht vorhanden sein. Wenn aber unumgänglich, dürfen sie keine hochstehenden Kanten haben und müssen mit rutschfesten Unterlagen oder doppelseitigem Klebeband fixiert werden. 
Holme und Griffe anbringen: Haltegriffe an kritischen Stellen wie Flure, Treppen oder in der Nähe des Bettes bieten zusätzliche Sicherheit. 
Nur stabile Möbel verwenden: Wackelige Möbel sollten entfernt oder durch stabile Alternativen ersetzt werden. 
Rutschfeste Sitzflächen: Stühle und Sitzflächen können mit rutschfesten Materialien ausgestattet werden, die im Sani­tätshaus erhältlich sind. 
Griffbereite Gehhilfen: Gehhilfen wie Rollatoren oder Gehstöcke sollten immer leicht zugänglich und in gutem Zustand sein. 
Ausreichend Platz für Gehhilfen: Alle Bereiche der Wohnung sollten ausreichend Platz bieten, damit der Pflegekunde mit Gehhilfen sicher navigieren kann. 
Freie Laufwege: Laufwege sollten frei von Hindernissen wie Kabeln, Schirmständern oder losen Gegenständen sein. 
Einfacher Ein- und Ausstieg aus dem Bett: Das Bett sollte sicher zugänglich sein. Elektrisch verstellbare Betten können zusätzlichen Komfort und Sicherheit bieten. 
Ausreichende Beleuchtung: Sorgen Sie für gute Beleuchtung, insbesondere in Fluren, auf Treppen und im Schlafzimmer. Nachtlichter können bei nächtlichen Toilettengängen hilfreich sein. 
Niedrige Türschwellen: Türschwellen können mit Rampen oder speziellen Übergangsleisten entschärft werden. 
Rutschsicheres Badezimmer: Statten Sie das Badezimmer mit rutschfesten Matten, Haltegriffen, Toilettensitzerhöhun­gen und Duschsitzen aus. Eine ebenerdige Dusche bietet zusätzliche Sicherheit. 
Leicht zugängliche Alltagsgegenstände: Häufig benötigte Gegenstände sollten auf Griffhöhe verstaut werden, um unnötiges Strecken oder Bücken zu vermeiden. 
Hausnotrufgerät: Ein Hausnotrufgerät mit Armbandsender ermöglicht es dem Pflegekunden, im Notfall schnell Hilfe zu rufen. 
Regelmäßige Kontrolle von Hilfsmitteln: Überprüfen Sie regelmäßig die Funktionstüchtigkeit von Hilfsmitteln wie Gehhilfen, Rollatoren, Betten oder Griffen. 
Sturzpräventionsübungen: Ermutigen Sie den Pflegekunden, an Sturzpräventionskursen teilzunehmen, die das Gleich­gewicht und die Muskulatur trainieren. Viele Krankenkassen bieten solche Programme an. 
Medikamente überprüfen: Lassen Sie die Medikation des Pflegekunden regelmäßig vom Arzt überprüfen, da bestimm­te Medikamente Schwindel oder Gangunsicherheit verursachen können. 
Rutschfeste Treppenstufen: Stufen sollten mit rutschfesten Belägen ausgestattet werden. Handläufe auf beiden Seiten der Treppe bieten zusätzliche Sicherheit. 
Regelmäßige Augenuntersuchungen: Sehprobleme können das Sturzrisiko erhöhen. Regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt helfen, Sehschwächen frühzeitig zu erkennen und zu korrigieren. 
Hindernisse außerhalb der Wohnung beseitigen: Prüfen Sie auch den Eingangsbereich und Wege im Freien. Unebene Gehwege, lose Steine oder Eis im Winter können Sturzgefahren darstellen.

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