„Lärmbelästigung – doch nicht bei uns“, werden Sie jetzt vielleicht denken. Das Thema „Lärm“ wird in vielen Praxen oft unterschätzt – vom gesamten Praxisteam. Aber: Nachweislich kommt auch in Arztpraxen belastender Lärm vor, was sich negativ auf die Gesundheit und die Arbeitsqualität von Ihnen und Ihren Kolleginnen auswirken kann. Vor diesem Hintergrund sollten Sie mit Ihrem Chef sprechen und dieses Thema in der nächsten Teamsitzung aufgreifen.
Eine alltägliche Situation aus der Praxis mit Lärmbelastung: Permanent klingelt das Telefon an der Anmeldung, gleichzeitig müssen Sie die Daten eines Patienten aufnehmen, und eine Kollegin spricht laut mit einer schwerhörigen Patientin neben Ihnen. Und als ob das noch nicht ausreichen würde, dröhnt der Lärm der stark befahrenen Straße von draußen herein. Wie oft kommt es vor, dass Sie oder eine Kollegin am Ende des Tages sich über Kopfschmerzen und/oder Kreislaufprobleme beklagen. Nicht immer ist daran „der PC schuld“. Diese Beschwerden können auch eine Folge der Lärmbelastung während Ihres Arbeitstags sein.
Lärm – so erkennen Sie ihn als Belastung
Dass Lärm gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen kann, ist allgemein bekannt. Aber in Arztpraxen werden gesundheitliche Beschwerden selten als Folge von Lärmbelastung angesehen. Das ist ein Fehler, denn Untersuchungen zeigen, dass eine dauerhaft hohe Lärmbelastung nicht nur zu Konzentrationsstörungen und Stress führt, sondern auch die Gesundheit auf Dauer schädigen kann.