THEMENHEFT: DAS PRINZIP HOFFNUNG IN DER PALLIATIVE CARE

Machen Sie die Sorgen Ihrer Pflegekunden zu Ihrem Kompass

Der Freud-Schüler C. G. Jung hat einmal gesagt: „Eine nicht beachtete Katze wird zum Tiger.“ Er meint damit, dass Gefühle, die ausgedrückt und dann von einem vertrauten Zuhörer bestätigt wurden, […]

Michaela Funk

26.05.2025 · 2 Min Lesezeit

Der Freud-Schüler C. G. Jung hat einmal gesagt: „Eine nicht beachtete Katze wird zum Tiger.“ Er meint damit, dass Gefühle, die ausgedrückt und dann von einem vertrauten Zuhörer bestätigt wurden, schwächer werden. Ignorierte, beschwichtigte oder geleugnete Gefühle werden hingegen stärker.

Genau wie Wünsche sind auch die Sorgen auf die Zukunft gerichtet. Mit großer Wahrscheinlichkeit kann nur der Mensch gedanklich in die Zukunft vorauslaufen und sich diese Fragen stellen:

„Was wäre, wenn …? Was wird sein?“ Hat ein Schwerstkranker oder Sterbender nun keine Möglichkeit, seine Sorgen auszusprechen bzw. mitzuteilen, oder werden diese nicht ernst genommen, so werden diese Sorgen größer. Werden sie hingegen geteilt und mit einer vertrauten Person besprochen, stellt sich Hoffnung ein, dass die eigentlichen Befürchtungen nicht ganz so groß sind.

Wie zeigen sich Sorgen?

Vielen Menschen fällt es schwer, über ihre Sorgen zu sprechen. Oftmals haben sie Bedenken, dass die Gesprächspartner diese nicht nachvollziehen können, oder der Schwerstkranke will seine Begleiter nicht zusätzlich belasten. Oftmals zeigen sich Sorgen z. B. in Form von Schlafstörungen, in einem reduzierten Appetit oder in einer Zunahme von Schmerzen. Reagieren Sie nur medikamentös darauf, ist das zu kurz gegriffen. Überlegen Sie sich, ob Sie Ihren Pflegekunden nicht direkt auf seine Sorgen ansprechen möchten. Teilt er Ihnen diese mit, haben Sie einen guten Kompass für Ihre passgenaue Begleitungsarbeit.

Testen Sie jetzt „Palliativpflege heute“ und profitieren Sie von einer maßgeschneiderte Unterstützung für die Begleitung, Betreuung und Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen!

Jede Ausgabe zeigt Ihnen Wege für eine würdevolle Pflege und Betreuung von Menschen auf, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden. Auf der Basis von Respekt gegenüber dem Leben und der Autonomie des Menschen erfahren Sie regelmäßig, wie Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe mit Kompetenz, Wahrhaftigkeit und Einfühlungsvermögen durchführen.