Weniger Geburten, höhere Lebenserwartung – diese beiden Faktoren haben zur Folge, dass der Altersdurchschnitt in der Gesellschaft ansteigt. Das betrifft auch Ihre Praxis. Hinzu kommt die Anhebung des Rentenalters, weshalb immer mehr Kolleginnen bis zum 67. Lebensjahr arbeiten müssen. Diese Entwicklung stellt Sie als Personalverantwortliche und Ihren Chef unter Umständen vor neue Herausforderungen, wenn es darum geht, angemessen mit älteren Kolleginnen umzugehen.
Durch gezielte Maßnahmen zum altersgerechten Arbeiten können Sie erfahrene und somit wertvolle Kolleginnen in Ihrer Praxis fördern und deren Arbeitsfähigkeit erhalten.
Wichtig:
Holen Sie bei dieser wichtigen Maßnahme Ihren Chef mit ins Boot.
Maßnahmen, mit denen Sie ältere Kolleginnen fördern und schützen
- Führen Sie in Ihrer Praxis eine Altersstrukturanalyse durch, indem Sie das Alter aller Kolleginnen erfassen. Auf diese Weise erkennen Sie die aktuelle Alterszusammensetzung und erfahren, ob mit kurzfristigen Personalengpässen zu rechnen ist. Indem Sie die mögliche zukünftige Entwicklung realistisch einschätzen, können Sie Prognosen erstellen und daraus den Handlungsbedarf für eine langfristige Personalplanung ableiten.
- Nutzen Sie gezielt die Erfahrungen Ihrer älteren Kolleginnen. Körperlich weniger belastbare Personen können spezielle Aufgaben wahrnehmen − von der Einarbeitung neuer Fachkräfte bis hin zur Spezialisierung der Mitarbeiterinnen in Fachthemen wie Hygiene oder Arbeitssicherheit.
- Passen Sie die Arbeitsorganisation und die Arbeitsgestaltung altersgerecht an. Ältere Kolleginnen können je nach ihren individuellen Einschränkungen von belastenden Tätigkeiten befreit werden. Hilfreich ist hierzu eine Analyse der Arbeitssituation, um mögliche Belastungen frühzeitig zu erkennen. Setzen Sie verstärkt auf technische Lösungen, die die körperliche Arbeit erleichtern.
- Bieten Sie flexible Arbeitszeitmodelle für ältere Kolleginnen an. Von der Reduzierung der Arbeitszeit bis zur Befreiung vom Schichtdienst können Sie Ihre Kolleginnen entlasten.
- Schaffen Sie Qualifizierungsangebote für ältere Kolleginnen. Diese haben im Laufe ihres Berufslebens Kernkompetenzen erworben, die Sie mit Fortbildungen intensivieren und für Ihre Praxis besser nutzen können.