Neue Technologien gehören längst zum Alltag in stationären Einrichtungen und Tagespflegen. Digitale Dokumentation, Tablets für Aktivierungsangebote, Videotelefonie mit Angehörigen oder Apps zur Dienstplanung können die Arbeit erleichtern. Gleichzeitig lösen sie bei manchen Mitarbeitenden Unsicherheit aus. Besonders dann, wenn der Umgang mit digitalen Geräten im bisherigen Berufsalltag keine große Rolle gespielt hat.
Hier kann ein Mentoring-Modell helfen, das den Blick bewusst weitet: Nicht immer coachen erfahrene Mitarbeitende die jüngeren. Auch jüngere Kolleginnen und Kollegen können ältere Mitarbeitende unterstützen – z. B. im Umgang mit neuen Technologien. Entscheidend ist dabei eine wertschätzende Haltung auf beiden Seiten.
Warum generationsübergreifendes Mentoring wertvoll ist
In vielen Teams arbeiten Menschen mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen zusammen. Ältere Mitarbeitende bringen oft langjährige Praxiserfahrung, Ruhe, Menschenkenntnis und ein gutes Gespür für zu Betreuende mit. Jüngere Mitarbeitende bewegen sich häufig sicherer in digitalen Anwendungen und neuen Kommunikationsformen. Wenn beide Seiten voneinander lernen, entsteht ein Gewinn für das gesamte Team. Jüngere Mitarbeitende erleben, dass ihr Wissen gefragt ist. Ältere Kolleginnen und Kollegen können Hemmschwellen abbauen und neue Arbeitsmittel sicherer nutzen. Gleichzeitig wird deutlich: Fachlichkeit entsteht nicht allein durch Alter oder Berufsjahre, sondern durch Austausch, Offenheit und gegenseitige Unterstützung.
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