Unser Pflegeberuf ist oft wunderschön, manchmal aber auch sehr fordernd. Das Gefühl, z. B. zu wenig Zeit für die eigenen Pflegekunden in der Versorgung zu haben, ist derzeit vor dem Hintergrund des allgemeinen Personalmangels fast schon Alltag. Richtig an die Substanz geht der ganze Stress, wenn zusätzlich private Stressfaktoren hinzukommen und man selbst keine richtige Ruhe und Erholung mehr findet.
Manche Kollegen wirken so, als würden ihnen die Anforderungen nichts ausmachen. Sie sind immer gut gelaunt und sprühen nur so vor Energie. Sie sind scheinbar resilienter, d. h. widerstandsfähiger gegen Stress und die alltäglichen Anforderungen. Was genau unter der Resilienz zu verstehen ist, habe ich Ihnen im nebenstehenden Info-Kasten zusammengefasst.
Wie Sie dort sehen, werden in der Psychologie 7 unterschiedliche Merkmale definiert, die auf unsere persönliche Resilienz einwirken. Was mir dabei besonders gut gefällt: An jedem dieser 7 Bausteine kann man selbst aktiv arbeiten, um seine persönliche Stabilität in diesem Bereich zu verbessern. Im Folgenden stelle ich Ihnen vor, wie Ihnen das besonders in Bezug auf das Verlassen der Opferrolle und der Übernahme von Eigenverantwortung gelingen kann.
Aktiv handeln statt passiv abwarten
„Ich rufe Sie später mal zu mir ins Büro, wenn ich Zeit habe“, sagt die PDL Kathrin zur Pflegefachkraft Sabrina. „Es gibt einiges zu besprechen!“ Sabrina kann sich nicht vorstellen, was die PDL mit ihr besprechen will, und geht automatisch davon aus, dass sie etwas falsch gemacht hat. Sie kann sich jetzt gar nicht mehr auf ihren Dienst konzentrieren, denn ihre Gedanken kreisen nur um den Gesprächstermin bei der Vorgesetzten.
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