Fallbesprechung des Monats

Mit dieser Checkliste schaffen Sie Akzeptanz für die Pflege

Pflege ist unendlich viel mehr als Körperpflege. Und zu Recht reagieren Pflegefachleute allergisch darauf, wenn sie von Dritten darauf reduziert werden. Während der Unterstützung der Körperhygiene passiert schließlich viel mehr, […]

Jochen Gust

24.03.2025 · 3 Min Lesezeit

Pflege ist unendlich viel mehr als Körperpflege. Und zu Recht reagieren Pflegefachleute allergisch darauf, wenn sie von Dritten darauf reduziert werden. Während der Unterstützung der Körperhygiene passiert schließlich viel mehr, als für Sauberkeit zu sorgen. In der Versorgung von Menschen mit Demenz kann die Körperpflege zu einer alltäglichen Herausforderung werden.

BEISPIEL : Angela S. möchte nicht gewaschen werden

Frau S. (81) kann nicht mehr gehen und ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Mit dem Fortschreiten der Demenz reagierte sie zunehmend mit Rückzug. Sprachlich stark eingeschränkt, zeigte sie immer wieder passives und aktives Abwehrverhalten. Mal schob sie die Hand der Pflegeperson beiseite, mal schlug sie, versuchte, sich zur Seite zu drehen. Sprechen konnte sie nicht mehr, jedoch gab sie durch Laute deutlich ihren Unmut zu verstehen, wenn man ihr zu Leibe rückte.

Demenz und Körperpflege: Gründe für die Abwehr

Die Körperpflege ist ein zentraler Bestandteil der pflegerischen Versorgung. Sie dient nicht nur der Hygiene, sondern trägt auch wesentlich zum Wohlbefinden und zur Lebensqualität der Betroffenen bei. Eigentlich sollte man daher erwarten, dass Menschen, die sich nicht selbst helfen können, dankbar sind für die Versorgung. Warum es zu abwehrenden Verhalten, zur Verweigerung kommen kann, kann individuell ganz unterschiedliche Gründe haben.

Dazu gehören unter anderem:

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