ABRECHNUNG: TRANSPARENZ, VERHANDLUNGSGESCHICK & FINANZMANAGEMENT

Nach Tariftreue-Hammer: Personalkosten gezielt einsetzen

Auf der Streichliste zur Kürzung der Gesundheitsausgaben steht auch das Stoppen der Refinanzierung von Tariflöhnen. So steht es in der „Reformempfehlung Nr. 57“ der Finanzkommission Gesundheit und in der von […]

Birger Schlürmann

15.06.2026 · 2 Min Lesezeit

Auf der Streichliste zur Kürzung der Gesundheitsausgaben steht auch das Stoppen der Refinanzierung von Tariflöhnen. So steht es in der „Reformempfehlung Nr. 57“ der Finanzkommission Gesundheit und in der von der Regierung beschlossenen Gesetzesvorlage.

Wörtlich heißt es da „Die Kommission empfiehlt, die volle Tarifrefinanzierung (…) zu streichen.“ Auf Deutsch: Ihre Tariflöhne sollen nicht mehr vollumfänglich refinanziert werden. Das heißt im Umkehrschluss, dass Sie Teile der Löhne – die Sie aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung zahlen müssen – selbst erwirtschaften müssen. Hierzu haben Sie zumindest 2 Möglichkeiten:

1.  Reduzieren Sie die Zeitzuschläge

Damit ist gemeint, dass Sie in den Randzeiten wie Sonn und Feiertagen sowie nachtzuschlagspflichtigen Zeiten möglichst wenig bis keine Leistungen mehr anbieten. Sie können in Erst und Folgegesprächen darauf hinwirken, an diesen Tagen möglichst keine Grundpflege mehr zu erbringen. Offiziell liegt es natürlich am „strukturellen Personalmangel“. Auch Wunden müssen nicht an Randzeiten versorgt werden, sofern es sich um die klassischen „3xwöchentlichVerordnungen“ handelt. Machen Sie nur noch das absolut Nötigste.

Testen Sie jetzt „PflegeVorsprung“ und