Für jede gute Teamarbeit ist die offene und sanktionsfreie Fehlerkultur ein wichtiges Merkmal. Haben Sie in diesem Zusammenhang die Abkürzung „CIRS“ schon einmal gehört? Diejenigen unter Ihnen, die im Krankenhaus tätig waren oder sind, werden es bestimmt kennen: CIRS steht für „Critical Incident Reporting System“, in Deutsch etwa: Berichtssystem für kritische Ereignisse.
Sinn des CIRS
Jede Klinik in Deutschland ist bereits dazu verpflichtet, sich an einem CIRS zu beteiligen. Die meisten wählen dafür den digitalen Weg und etablieren eine Plattform, in der die Mitarbeiter anonym Vorkommnisse melden können. Beinahe oder tatsächlich eingetretene Schäden für den Patienten sollten hier erfasst werden. Anschließend ist jemand, meist aus dem Qualitätsmanagement, dafür verantwortlich, den Vorfall zu analysieren, das Gespräch mit Beteiligten zu suchen und im besten Fall dafür zu sorgen, dass alle etwas daraus lernen.
Wie denken Sie darüber? Können Sie sich ein ähnliches System auch für die Ausbildungsbetreuung vorstellen? Ich finde das sehr sinnvoll, denn der Leitgedanke eines CIRS ist nicht: „Wir suchen die Fehler und zeigen mit dem Finger auf den Verursacher“, sondern: „Wir alle wollen stetig lernen und kritische Vorfälle helfen uns dabei.“

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