Sicher ist Ihnen aus eigener Arbeit bekannt, wie sehr sich Schlafgewohnheiten bei Menschen mit Demenz verändern können. Eine Vielzahl von Maßnahmen kann dazu beitragen, einen gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus wieder zu stabilisieren. Aber was, wenn das nicht wirklich gelingt? Wie eine Einrichtung damit umgeht, zeigen wir Ihnen hier in unserer Fallbesprechung des Monats
BEISPIEL :
Der unruhige Herr S.
Richard S. (85) lebt seit 1,5 Jahren im Pflegeheim. Der Witwer lebte zuvor allein. Eines Abends kam es zu einem kleinen Brand im Keller des Hobbyhandwerkers. Durch die Kinder ist bekannt, dass der begeisterte „Bastler“ in seiner Werkstatt regelmäßig „die Zeit vergessen“ konnte, dort auch schon schlafend angetroffen wurde.
Im Pflegeheim geistert Herr S. nun immer wieder über die Flure, räumt und wühlt auf der Station, fordert Essen ein, betritt fremde Bewohnerzimmer.
Für den Nachtdienst eine inakzeptable Situation, das Team der Tagschicht hingegen berichtet, dass Herr S. tags- über regelmäßig ausgedehnte Nickerchen macht. Die Demenz zeigt sich deutlicher als zu Hause, das Sprechen fällt Herrn S. zunehmend schwer. Eine seiner Töchter suggeriert ihm regelmäßig, dass er wieder in sein Haus könne, wenn es ihm besser gehe.
Dement und schlafgestört
Demenz kann Schlafstörungen mit sich bringen. Dafür ist eine Vielzahl von Prozessen und Einflussfaktoren verantwortlich. In der Versorgung werden häufig verschiedene Maßnahmen ergriffen, etwa:
- die Aktivitätsförderung tagsüber
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