Die neuen Qualitätsprüfungs-Richtlinien für die ambulanten Dienste (QPR) sind natürlich auch für uns in der Wirtschaftsredaktion wichtig. Wir wollen Ihnen nämlich die Ängste vor Gewinnfraß nehmen.
Wenn man sich das Pamphlet mit etwas wirtschaftlichem Hintergrund zu Gemüte führt, wird man etwas ruhiger. Denn zwar müssen neue Anforderungen hinsichtlich der Pflegeprozessdokumentation umgesetzt werden, allerdings geht das ohne das Verbrennen wertvoller Produktivstunden.
Der Grundgedanke: Gehen wir davon aus, dass Ihnen pro Vollzeitäquivalent im Monat im Schnitt 135 Produktivstunden zur Verfügung stehen. Das Delta zur Bruttoarbeitszeit ist mit Urlaubsanspruch, Fortbildungstagen, kalkuliertem Krankheitsausfall und im Einzelfall mit MAV/BR-Tätigkeit gefüllt.
Neben den üblichen Bürotätigkeiten plus Rüstzeit können Sie je VZÄ-Fachkraft etwa 10 Stunden im Monat für die Pflegeprozessdokumentation kalkulieren. Darin enthalten sind die strukturierte Informationssammlung (SIS) und Maßnahmenpläne bei Neuaufnahmen, bei Rücknahmen aus anderen Versorgungsformen sowie den üblichen Evaluationen und Anpassungen u. a. nach Pflegevisiten. Am Ende bleiben in der Regel in etwa 115 Produktivstunden, wo Ihre Fachkräfte auf Tour sind und Umsatz hereinfahren. Nur diese Produktivstunden refinanzieren die Kollegen und sorgen für Gewinn in Ihrem Pflegedienst. Deshalb ist es natürlich zu vermeiden, durch die neue QPR noch mehr Stunden in die Bearbeitung der Pflegeprozessdokumentation zu kippen.
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