Bis vor ein paar Jahren mussten auch wir Pflegefachkräfte noch regelmäßig die Erste-Hilfe-Schulungen besuchen. Diese Pflicht zur Auffrischung ist leider dann irgendwann einmal weggefallen.
Stellen Sie sich vor, Sie kommen in eine Wohnung und finden Ihren Pflegekunden bewusstlos am Boden liegend vor (in der ambulanten Versorgung). Oder Sie werden von einem Mitarbeiter der Betreuung in den Garten gerufen, weil ein zu Pflegender beim Spaziergang gerade ohnmächtig geworden ist (im stationären Bereich). Was ist jetzt akut zu tun?
- Zuallererst bleiben Sie ruhig und versuchen Sie, auch auf Ihre Umgebung Ruhe auszustrahlen.
- Verschaffen Sie sich schnell einen Gesamtüberblick über die aktuelle Situation.
- Rufen Sie Verstärkung stationär z. B. über die Notrufanlage oder durch Kollegen in der Nähe, ambulant per Handy.
- Verlassen Sie den Pflegekunden auf keinen Fall, bleiben Sie immer bei ihm.
- Beauftragen Sie einen Kollegen, den Rettungsdienst zu alarmieren.
- Leiten Sie die lebensrettenden Sofortmaßnahmen ein, die Sie in diesem Flussdiagramm zusammengefasst finden.
Maßnahmen, bis der Rettungsdienst eintrifft
Ist Ihr Pflegekunde wieder ansprechbar und vor allem seine Atmung (wieder) vorhanden, betreuen Sie ihn weiter, bis der Rettungsdienst eintrifft. Zu den sinnvollen Maßnahmen in diesem Zeitabschnitt gehören die folgenden:
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