Der Apotheker ist ein fester Bestandteil im Palliativteam. Seine Kompetenz wird leider viel zu wenig genutzt, um die bestmögliche Behandlung der Pflegekunden zu erreichen. Das bezieht sich nicht nur auf Infos zu Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten, sondern auch auf deren Applikationswege.
Seit 2010 wird erstmalig im deutschen Medizinstudium der Querschnittsbereich 13 unterrichtet. Hierin finden sich auch Inhalte zu Schmerztherapie und Schmerzmedikamenten.
Nichtsdestotrotz erleben wir in der Praxis mitunter „abenteuerliche“ Formen der Medikamentenwahl durch manchen Arzt, bei denen wir dann die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
„Wer ist denn hier der Arzt?“
Diese Frage hören wir in den letzten Jahren immer seltener, wenn Mitarbeiter der Pflege dem Arzt einen Behandlungsvorschlag für einzelne Pflegekunden machen – es gibt sie aber noch. Insbesondere unter Pflegefachfrauen/-männer für Spezielle Schmerzpflege entspinnen sich immer wieder Streitgespräche, wenn Ärzte Medikamente ansetzen, die nicht zielführend sind. Hier können Sie auf die Kompetenz des Apothekers zurückgreifen, um sich zusätzlich mit Ihrer Einschätzung abzusichern. Nutzen Sie dafür auch die nebenstehenden 5 Tipps. Gerade Tipp Nr. 4 soll deutlich machen, dass es nicht um Rechthaberei geht, sondern um eine Lösung, die auf das Wohl des zu Pflegenden abzielt. Daher sollte der Apotheker als zusätzlicher Vermittler gesehen werden, um das bestmögliche Resultat für den Schwerstkranken zu erzielen.
Testen Sie jetzt „Palliativpflege heute“ und profitieren Sie von einer maßgeschneiderte Unterstützung für die Begleitung, Betreuung und Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen!
Jede Ausgabe zeigt Ihnen Wege für eine würdevolle Pflege und Betreuung von Menschen auf, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden. Auf der Basis von Respekt gegenüber dem Leben und der Autonomie des Menschen erfahren Sie regelmäßig, wie Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe mit Kompetenz, Wahrhaftigkeit und Einfühlungsvermögen durchführen.