Streitigkeiten zwischen orientierten und demenziell veränderten Bewohnern können für Ihre Pflegekräfte ganz schön anstrengend werden. Mit den Anregungen aus diesem Artikel verhelfen Sie ihnen zu mehr Gelassenheit.
Vor einigen Tagen war ich in einer Pflegeeinrichtung in Süddeutschland zu Gast. Neben der familiären Atmosphäre hat mich besonders das harmonische Zusammenleben von demenziell veränderten und orientierten Bewohnern beeindruckt. Die PDL erklärte mir hierzu: „Wir leben schließlich auf dem Dorf. Die meisten Bewohner kennen sich untereinander und sind häufig schon jahrelang miteinander befreundet. Sie waren gemeinsam in der Schule, beim Handarbeitskreis, im Chor oder haben zumindest gemeinsame Bekannte. Daher ist es für sie selbstverständlich, sich zu unterstützen. Und auch die Toleranz untereinander ist sehr hoch.“
HARMONIE IST DIE AUSNAHME
Leider ist solch eine Solidarität eher selten. Finden Sie es nicht auch schade, wenn Sie in Ihrem Alltag das Gegenteil beobachten? Ich habe schon häufig von orientierten Bewohnern Äußerungen gehört wie: „Nehmen Sie den hier weg, der gehört hier nicht hin.“ Denn orientierte und kognitiv eingeschränkte Bewohner haben häufig unterschiedliche Bedürfnisse. Die einen erwarten normales Verhalten und ein ruhiges ordentliches Umfeld. Die anderen benötigen dringend das Verständnis der Menschen in ihrer Umgebung, da sie sich nicht mehr anpassen können. Viele Pflegekräfte stecken in einem regelrechten Dilemma, da sie nicht beide Bedürfnisse gleichzeitig erfüllen können. Diese Dynamik zeigt die folgende Übersicht.
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