Pflegeplanungen gehören zu den wohl wichtigsten Vorbehaltsaufgaben der Pflegefachkräfte. Aber werden Planungen im Alltag überhaupt aktiv genutzt? Manchmal werden Maßnahmen einfach unreflektiert übernommen, Formulierungen 1 : 1 belassen und Veränderungen des Pflegezustands fließen teilweise erst deutlich verspätet ein, wenn denn überhaupt. Dabei soll die Planung eigentlich genau das Gegenteil tun: die Versorgung der Pflegekunden strukturieren und etwaige Risiken frühzeitig sichtbar machen.
Zwischen Zeitdruck und Routine
Vielleicht kennen Sie auch solche Situationen: Der Dienst ist stressig, ständig kommen neue Aufgaben hinzu und für ausführliche Evaluationen der Planungen fehlt oft die Zeit. Das kann dazu führen, dass manche Maßnahmen über lange Zeit unverändert und ohne echte Evaluation deren Wirksamkeit übernommen werden, obwohl sich der Zustand des Pflegekunden längst verändert hat. Gerade dadurch entstehen typischerweise folgende Probleme:
- Maßnahmen sind zu allgemein formuliert. Risiken werden nicht kritisch hinterfragt.
- Pflegeziele passen nicht zur aktuellen Situation.
- Wichtige Beobachtungen gehen verloren.
- Die Planung hat mit der Realität irgendwann nur noch wenig zu tun.
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