Pflegevisiten gehören zum Handwerkszeug examinierter Pflegefachkräfte. Sie alle haben das sicherlich schon erlebt: Spätestens, wenn die alljährliche Qualitätsprüfung durch den Medizinischen Dienst ins Haus steht, werden schnell noch „offene“ Visiten abgearbeitet. Aber das ist nicht im Sinne des Erfinders. Man sollte Pflegevisiten nicht als lästige Pflichtaufgabe ansehen, sondern als wichtiges Kontrollinstrument begreifen. Richtig genutzt, kann eine Pflegevisite nicht nur die Versorgungsqualität erhöhen, sondern fördert zugleich die Zufriedenheit der Pflegekunden und der Angehörigen.
Wichtiges Qualitätsinstrument
Eine Pflegevisite ist das wohl wichtigste Instrument Ihres „QM-Handwerkskoffers“, um die Qualität des Pflegeprozesses zu sichern.
- Sie können hiermit bestehende Maßnahmen auf ihre Effizienz überprüfen und umgehend erforderliche Anpassungen ableiten.
- Gleichzeitig werden Veränderungen im Pflegebedarf ersichtlich und Sie können einen erhöhten Pflegebedarf feststellen. Hieraus kann auch die Notwendigkeit der Anpassung des Pflegegrades (Stichwort: Höherstufung) resultieren.
- Zugleich dienen Pflegevisiten auch einer „Begegnung auf Augenhöhe“: Der Pflegekunde (bzw. seine Angehörigen) wird aktiv einbezogen in die Gestaltung der künftigen pflegerischen Versorgung. Wünsche, aber auch Kritik können dabei als Ausgangspunkt für eine Verbesserung dienen und damit auch die Kundenzufriedenheit erhöhen.
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