Eine Tablette für den Blutdruck, eine für die Reduzierung der Magensäure und eine zur Blutverdünnung oder für die Verdauung – vielen pflegebedürftigen Menschen werden mit zunehmendem Alter immer mehr Medikamente gegen die unterschiedlichsten Krankheiten und Beschwerden verschrieben. Grundsätzlich vertragen aber Senioren Medikamente schlechter als jüngere Menschen. Das liegt unter anderem daran, dass die Niere viele Arzneimittel nicht mehr so schnell ausscheidet, sodass sie länger im Körper bleiben und dadurch stärker wirken. Zu den typischen Nebenwirkungen zählen Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen, Schwindel, Benommenheit, Unruhe, Erinnerungslücken, aber auch Stürze. Nicht allen Pflegebedürftigen gelingt es, ihre Medikamente wirklich regelmäßig einzunehmen. Einerseits, weil sie sie schlichtweg vergessen, andererseits, weil sie nicht genug darüber aufgeklärt sind, wie wichtig ihre Medikation ist. Hier übernehmen Pflegekräfte eine wichtige Aufgabe: Sie können den Pflegekunden dabei unterstützen, seine Medikamente richtig einzunehmen.
Medikamentenmanagement als wichtige pflegefachliche Aufgabe
Gerade weil Medikamente nicht nur Wirkung, sondern auch Nebenund Wechselwirkungen entfalten, ist die Aufmerksamkeit Ihrer Mitarbeiter gefragt. Schließlich haben sie häufigeren Kontakt mit dem Pflegekunden als der behandelnde Arzt. Pflegekräfte sorgen schon häufig im ers-
ten Schritt dafür, dass die vom Arzt verordneten Medikamente rechtzeitig beschafft werden, damit eine lückenlose Versorgung des Pflegekunden stattfinden kann. Sie sind aber auch verantwortlich für die korrekte Dokumentation, hierzu gehört auch die Beschreibung von Wirkung und Nebenwirkung. Sie kommunizieren mit dem behandelnden Arzt bei Auffälligkeiten und beziehen den Pflegekunden und gegebenenfalls dessen Angehörige in den Prozess ein.
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