Unsere multimorbiden und immungeschwächten Pflegekunden sind gerade für Harnwegsinfektionen (HWI) besonders gefährdet. Schnell kann da aus einer „einfachen“ Blasenentzündung eine lebensbedrohliche Sepsis werden. Umso wichtiger ist es, dass wir uns das strenge hygienische Arbeiten immer wieder vergegenwärtigen.
Praxiserlebnis: „Unsere Frau Krämer hat bestimmt wieder eine HWI“, hat mir am Mittwoch meine Kollegin Barbara gesagt. „Sie ist heute schon den ganzen Tag so ruhig und mag nichts richtig essen und trinken. Ich mache jetzt mal einen U-Stix, denn diese Symptome kenne ich nur zu gut bei ihr.“ Und wirklich: Frau Krämers Urintest war mehr als positiv, sodass der Hausarzt gleich ein Antibiotikum verschrieb.
Empfehlungen der KRINKO beachten
Bestimmt haben Ihre zu Pflegenden auch öfters einen Harnwegsinfekt, nicht wahr? Das Thema begegnet uns einfach immer wieder. In der aktuellen Empfehlung „Infektionsprävention in Heimen“ der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut spielt insbesondere die Prävention von Harnwegsinfektionen eine große Rolle, denn: Infektionen der Harnwege gehören in Einrichtungen der Langzeitpflege zu den häufigsten Infektionen. Überwiegend sind sie bedingt durch transurethrale Katheter.
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