Wenn sich ein Pflegekunde mit einem direkten Todeswunsch an Pflegemitarbeiter wendet, ist guter Rat oft teuer. Wie reagiert man sensibel, ohne dem Betroffenen zu vermitteln, dass man ihn nicht ernst nimmt? Will er wirklich sterben oder ist er nur depressiv? Jetzt kommt es auf das richtige Vorgehen an.
Wenn der Wunsch zu sterben übermächtig wird
Die wissenschaftliche Literatur belegt eindeutig, dass ein Todeswunsch insbesondere von hochaltrigen oder schwersterkrankten Menschen geäußert wird. Bis zu 45 % der Betroffenen mit einem fortgeschrittenen onkologischen Leiden geben zumindest gelegentlich an, sterben zu wollen. Doch Pflegekräften fällt es oft schwer, in einer solchen Situation adäquat zu reagieren. Sie sind mit dem Wunsch nach einem baldigen Versterben überfordert oder empfinden die Todessehnsucht gar als Angriff auf die eigene Profession. Schließlich geben sie sich alle Mühe, den zu Pflegenden optimal zu versorgen und ihm eine möglichst hohe Lebensqualität zu bieten.
Ein Todeswunsch ist nicht gleich ein Suizidgedanke
Stellen Sie sich vor, einer Ihrer Pflegekunden äußert Ihnen gegenüber den Wunsch, bald zu sterben. Dann müssen Sie im nächsten Schritt unterscheiden, ob diese Aussage auf eine akute Suizidalität hindeutet oder nicht. Wichtig für Sie zu wissen ist, dass es verschiedene Formen von Todeswünschen gibt. Ein Todeswunsch kann beispielsweise dadurch hervorgerufen werden, dass Ihr Pflegebedürftiger sein Sterben annimmt, das Lebensende herbeisehnt oder einfach nur Ruhe von allem haben möchte.
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