Die AOK Rheinland/Hamburg zeigt in ihrem „Branchenbericht Ambulante Pflege“ alarmierende Trends: Im Jahr 2023 erreichte der Krankenstand in der ambulanten Pflege mit 8,7 % einen neuen Höchstwert. Besonders besorgniserregend ist der starke Anstieg der Fehltage aufgrund psychischer Belastungen. 6 der 10 häufigsten Diagnosen entfallen auf psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen und Belastungsstörungen – fast 19 % der Arbeitsunfähigkeitstage wurden dadurch verursacht. Muskel-Skelett-Erkrankungen, etwa Rückenschmerzen, machten 17 % der Fehltage aus.
Fehlzeiten und Altersunterschiede
Pflegekräfte waren 2023 im Schnitt an 32 Tagen arbeitsunfähig. Mit dem Alter nahmen die Fehlzeiten deutlich zu. Frauen waren häufiger betroffen (Krankenstand: 9,2 %) als Männer (6,7 %). In der Altersgruppe über 60 Jahre stieg der Krankenstand bei Frauen auf 13,5 %, bei Männern auf 9,4 %.
Pflegebedarf und Belastung steigen
Über 5 Mio. Menschen in Deutschland benötigen Pflege, 84 % davon werden zu Hause betreut (Stand 2021). Der Personalmangel und steigender Zeitdruck belasten Pflegekräfte zunehmend. Neben körperlichen Herausforderungen führen psychische und emotionale Belastungen zu hohen Fehlzeiten.
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