LESERFRAGEN

SCHMERZEN BEI DEMENZERKENNEN?

Wir haben einen gerontopsychiatrischen Wohnbereich, auf dem vor allem demenziell erkrankte Bewohner leben. Hier kommt es oft zu Situationen, dass die Mitarbeiter nicht genau wissen, ob womöglich ein Bewohner an […]

Marcel Faißt

07.11.2024 · 1 Min Lesezeit

Wir haben einen gerontopsychiatrischen Wohnbereich, auf dem vor allem demenziell erkrankte Bewohner leben. Hier kommt es oft zu Situationen, dass die Mitarbeiter nicht genau wissen, ob womöglich ein Bewohner an Schmerzen leidet – weil er sich nicht mehr adäquat ausdrücken kann. Auf was sollten wir hier achten?

(ANNETTE K., ERDING)

REDAKTION: Gerade bei Menschen mit Demenz ist es oftmals nicht einfach zu beurteilen, ob sie Schmerzen haben. Entweder können sie sich nicht mehr äußern, oder die Körperwahrnehmung ist derart eingeschränkt, dass Sie nur noch über verschiedene Anzeichen auf eine Schmerzsituation schließen können. Wenn Ihr Bewohner eine Schmerzsituation nicht mehr äußern kann, sollten Ihre Mitarbeiter vor allem auf folgende Bereiche achten: Hat der Bewohner ein verändertes oder auffälliges Verhalten? Ist sein Gesichtsausdruck verändert und gibt es vegetative Anzeichen? Ein verändertes Verhalten zeigt sich in diesem Zusammenhang z. B. in Appetitlosigkeit. Verweigerung von Nahrung, keine Reaktion auf Ansprache, er wirkt verängstigt und ballt die Fäuste, zeigt auf schmerzende Stelle und hat Angst bei Berührungen. Oft nehmen betroffene Bewohner auch eine Schonhaltung ein und vermeiden bestimmte Bewegungen. Ein auffälliges Verhalten ist gekennzeichnet durch ständiges Umherlaufen und Wandern, dauerhafte Unruhe, aufgeregtes Verhalten, Weinen und Jammern, wütendes, aggressives oder abwehrendes Verhalten, Schlaflosigkeit oder ständiges Rufen. Vegetative Anzeichen können Tachykardie sein, blasse Gesichtsfarbe, Übelkeit und Erbrechen, starkes Schwitzen und beschleunigter Atemrhythmus.

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