MITARBEITER: FÜHRUNG & KOMMUNIKATION

SCHRITT-FÜR-SCHRITT-ANLEITUNG FÜR IHRE MITARBEITERJAHRESGESPRÄCHE

Wir sind schon wenige Wochen im neuen Jahr 2025 – und eigentlich schon mittendrin. Haben Sie für dieses Jahr schon Mitarbeiterjahresgespräche geplant? Lesen Sie, warum Sie das Instrument nutzen sollten […]

Marcel Faißt

27.02.2025 · 5 Min Lesezeit

Wir sind schon wenige Wochen im neuen Jahr 2025 – und eigentlich schon mittendrin. Haben Sie für dieses Jahr schon Mitarbeiterjahresgespräche geplant? Lesen Sie, warum Sie das Instrument nutzen sollten und wie Sie hier am besten vorgehen.

Immer wieder höre ich von Pflegedienstleitungen, dass oft wegen der Fülle an alltäglichen Aufgaben wichtige Gespräche mit Mitarbeitern, in denen ihre Arbeit und Zufriedenheit reflektiert werden, auf der Strecke bleiben. Dabei sind solche Gespräche immens wichtig, um dem Mitarbeiter ein Feedback zu geben und ihn weiterzuentwickeln. Ein gutes Instrument ist das Mitarbeiterjahresgespräch. Zu einem bestimmten Termin im Jahr nehmen Sie sich vor, mit jedem Mitarbeiter ein Gespräch zu führen. Das muss im Übrigen nicht zu Beginn des neuen Jahres sein, sondern es kann durchaus auch im Laufe eines Jahres stattfinden. Finden Sie den für Sie passenden Zeitpunkt dafür. Mitarbeiterjahresgespräche dienen den folgenden Zielsetzungen:

SCHRITT-FÜR-SCHRITT-ANLEITUNG:VORBEREITUNG DER MITARBEITERJAHRESGESPRÄCHE
  Schritt  Inhalt  Erledigt?
  1. Planungsgrundlage erstellen  Da Sie in Ihrer Einrichtung eine Vielzahl an Mitarbeitern haben, müssen Sie eine Planungsgrundlage erstellen. Überlegen Sie, wie viele Jahresgespräche im Monat machbar sind (unter Berücksichtigung der Ferienzeiten), und tragen Sie diese in eine Excel-Liste ein. Orientieren Sie sich dabei an dem abgebildeten Muster. 
  2. Mitarbeiter planen  Da Sie nun Monate haben werden, in denen mehr Mitarbeiter stehen als an anderen Monaten, verplanen Sie nun alle im vergangenen Jahr neu eingestellten Mitarbeiter in die Monate, in denen noch wenige Mitarbeiternamen verplant sind. Sie haben nun ein relativ ausgeglichenes Monatspensum an Gesprächen. Berücksichtigen Sie dabei auch Ferienmonate, da es dort womöglich schwieriger sein wird, Termine zu vereinbaren. 
  3. Teilnehmerkreis festlegen  Klären Sie nun mit weiteren Personen, die an den Gesprächen beteiligt sind, die genauen Termine ab (z. B. Einrichtungsleitung, Wohnbereichsleitung). Gleichen Sie die Termine mit der Urlaubsplanung des betreffenden Mitarbeiters ab. Diese Aufgabe kann auch die Heimverwaltung übernehmen. 
  4. Termine planen und mitteilen  Legen Sie dann den Gesprächstermin fest und teilen Sie ihn bereits dem Mitarbeiter mit. 
  5. Dienstplan erstellen  Geben Sie Ihre Planungsübersicht an die PDLs und WBLs weiter, sodass diese bei ihrer Dienstplanung die Termine berücksichtigen können. 
  6. Gespräche führen  Führen Sie die Jahresgespräche mit den Mitarbeitern. Beachten Sie dabei die unten stehenden Tipps bei der Umsetzung. 
  7. Gespräche evaluieren  Wenn Sie alle Jahresgespräche in 2025 abgeschlossen haben, sollten Sie diese gemeinsam mit Ihrer Einrichtungsleitung evaluieren. Gibt es Rückmeldungen oder Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter, die sich häufen? Besteht Handlungsbedarf? Gibt es Fortbildungswünsche zu bestimmten Themen? All das können Sie dann in Ihre Managementplanung als künftige Maßnahmen implementieren. 
  1. Sie geben sich gegenseitig Feedback
    • Sie können Ihrem Mitarbeiter Feedback geben, wie Sie seine Mitarbeit in den letzten 12 Monaten empfunden haben, und ihm wertvolle Rückmeldungen geben. Dabei können Sie Lob und konstruktive Kritik aussprechen.
  2. Sie treffen Zielvereinbarungen
    • Daraus können Sie mit Ihrem Mitarbeiter Zielvereinbarungen treffen, anhand derer er seine Mitarbeit verbessern kann.
  3. Sie erhalten wertvolle Verbesserungsvorschläge
    • Außerdem hat der Mitarbeiter die Möglichkeit, Ihnen und der Einrichtung eine Rückmeldung zu geben: Was läuft gut? Was läuft weniger gut?
  4. Sie legen Entwicklungsmaßnahmen fest
    • Sie können mit dem Mitarbeiter auch Personalentwicklungsmaßnahmen festlegen, die seine berufliche Karriere betreffen. Vielleicht möchte er einen Kurs zur Praxisanleitung oder Wohnbereichsleitung machen? Ermöglichen Sie ihm einen solchen Karriereschritt, wird er sich sicherlich wertgeschätzt fühlen.

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