Frage: Zurzeit haben wir viele Pflegekräfte, deren Kinder an Mykoplasmen erkrankt sind. Positiv ist, dass nicht alle Pflegekräfte ausfallen, da andere Angehörige die Versorgung der Kinder übernehmen. Dennoch möchte ich wissen, was ich als PDL beachten sollte, wenn ich eine Mutter mit einem kranken Kind beschäftige.
Antwort von Annett Urban, Chefredakteurin „pdl.konkret ambulant“: Aktuell wird in Deutschland ein deutlicher Anstieg von Mykoplasmen-Infektionen verzeichnet, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 15 Jahren, aber auch bei vielen Erwachsenen. Dieser Trend ist in den letzten Monaten aufgefallen und hat zu einer Zunahme von Lungenentzündungen geführt, die durch Mycoplasma pneumoniae verursacht werden. Obwohl Mykoplasmen-Infektionen zyklisch und in Wellen auftreten und die aktuelle Welle voraussichtlich in absehbarer Zeit abklingen wird, ist es wichtig, Maßnahmen zum Schutz Ihrer Risikopatienten zu ergreifen. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Informationen dazu.
Viele Antibiotika wirken nicht
Mykoplasmen sind eine besondere Art von Bakterien, die keinen Zellwandaufbau besitzen und dadurch in ihrem Verhalten etwas anders sind als klassische Bakterien, z. B. wirken viele Antibiotika aus diesem Grund nicht. Der Erreger Mycoplasma pneumoniae verursacht Atemwegserkrankungen, deren Schweregrad variieren kann –von symptomlosen oder milden Erkältungssymptomen bis hin zu schwereren Infektionen wie Bronchitis oder Lungenentzündung, und das nicht nur bei Risikopatienten. Problematisch sind insbesondere atypische Lungenentzündungen.
Testen Sie jetzt „pdl.konkret ambulant“ und profitieren Sie von einer maßgeschneiderte Unterstützung für Pflegedienstleitungen von ambulanten Pflegediensten!
Jede Ausgabe beinhaltet wertvolle Arbeitshilfen, die Sie als PDL direkt umsetzen können, handfeste und sofort verständliche Anleitungen, die ihren Praxistest erfolgreich bestanden haben, und Checklisten, mit denen Sie garantiert nichts vergessen können und immer auf der sicheren Seite sind.