Viele Menschen sehen in der Palliative Care ein Konzept für schwer somatisch erkrankte Menschen. Selbst die Palliativ-Profis üben in ihren Weiterbildungen an Krebserkrankten, die bis zum Schluss orientiert sind. Demenz wird dabei nur am Rande zum Thema gemacht – wenn überhaupt.
Im offiziellen Curriculum für die Fachweiterbildung „Palliative Care“ nach Kern, Müller und Auernhammer kommt Demenz thematisch nicht vor. Lediglich wenige Unterrichtsstunden zu den Aspekten Verwirrtheit, Unruhe, Agitation, Angst und Delir werden hier durchgeführt. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihren palliativen Auftrag auch auf die 1,7 Millionen Demenzerkrankten und deren Zugehörige ausdehnen. Diese Personengruppen leiden ebenso, wenn nicht somatisch, so doch psychisch.
Die Welt gerät aus den Fugen
Wer seine gewohnten Alltagsaktivitäten nicht mehr ausführen kann, erlebt Scham, Versagensangst und ein verringertes Selbstwertgefühl. Er befürchtet einen kompletten Kontrollverlust und völlige Fremdbestimmung. Der zunehmende Verlust kommunikativer Fähigkeiten betrifft die eigenen Bedürfnisse und sozialen Beziehungen gleichermaßen. Das zu beobachtende Rückzugsverhalten und die Ängste der Betroffenen sind damit erklärbar. Viele Demenzbetroffene schildern, dass ihre Welt zunehmend aus den Fugen gerät.
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Jede Ausgabe zeigt Ihnen Wege für eine würdevolle Pflege und Betreuung von Menschen auf, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden. Auf der Basis von Respekt gegenüber dem Leben und der Autonomie des Menschen erfahren Sie regelmäßig, wie Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe mit Kompetenz, Wahrhaftigkeit und Einfühlungsvermögen durchführen.