ABRECHNUNG: TRANSPARENZ, VERHANDLUNGSGESCHICK & FINANZMANAGEMENT

So bewerten Sie die Leistungsfähigkeit Ihres Pflegeunternehmens

In der betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA) können Geschäftsergebnisse oft irreführend sein. So wird ein Plus in Höhe von 150.000 € ausgewiesen, was den Inhaber freut. Doch schaut man einmal genauer hin, […]

Birger Schlürmann

27.12.2024 · 2 Min Lesezeit

In der betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA) können Geschäftsergebnisse oft irreführend sein. So wird ein Plus in Höhe von 150.000 € ausgewiesen, was den Inhaber freut. Doch schaut man einmal genauer hin, ist der Betrieb doch nicht so gesund. Wir ordnen die Begriffe ein, damit Sie Ihre Erlöse und Ergebnisse realistisch einschätzen können.

Warum der „operative Erlös“ entscheidend ist

Die Kernfrage lautet: Wie profitabel ist Ihr Pflegedienst in seinem Kerngeschäft? Viele Posten in der BWA, wie Zuschüsse oder einmalige Erträge, verfälschen das Bild. Nur der operative Erlös zeigt, wie erfolgreich Ihre Einrichtung im täglichen Pflegegeschäft tatsächlich ist. Zunächst ein Beispiel, wie irreführend ein „vorläufiges Gesamtergebnis“ in der BWA sein kann:

Beispiel: Zu früh gefreut

Eddy Schnitter freut sich. Laut BWA hat er 2023 einen Überschuss von 150.000 € erwirtschaftet. Allerdings sind davon 130.000 „sonstige Erträge“ nicht aus dem Kerngeschäft. So wurden nur 20.000€ durch operative Tätigkeiten erwirtschaftet.

Real hätte der Pflegedienst also aus dem operativen Geschäft nur einen Überschuss von 20.000 € erzielt. Erkenntnis: Das vermeintlich gesunde Betriebsergebnis täuscht über die wahre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hinweg. Was Sie ebenso berücksichtigen müssen, sind die in der BWA aufgeführten Kosten: Sind diese alle für das operative Geschäft aufgewendet worden – oder gibt es Sondereffekte? Darum kümmern wir uns aber in der nächsten Ausgabe, wenn es um die „operativen Kosten“ geht.

Testen Sie jetzt „PflegeVorsprung“ und