SPIRITUELLE BEDARFSERHEBUNG

So erheben Sie die Bedürfnisse Ihrer christlichen Bewohner an religiösen Angeboten

Religiosität, Glauben und Spiritualität gehörten für viele heute ältere Personen früher zu ihrem Alltag. Gerade in der Kriegs- und Nachkriegszeit fanden Menschen in den vertrauten Ritualen des christlichen Glaubens Trost […]

Susanne Bokelmann

01.10.2024 · 2 Min Lesezeit

Religiosität, Glauben und Spiritualität gehörten für viele heute ältere Personen früher zu ihrem Alltag. Gerade in der Kriegs- und Nachkriegszeit fanden Menschen in den vertrauten Ritualen des christlichen Glaubens Trost und Hoffnung. Gemeinsames Singen von Kirchenliedern, zusammen das Tischgebet sprechen und die wöchentliche Messe gaben und geben Orientierung und leisten einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden und Gemeinschaftsgefühl Ihrer Bewohner.

Erheben Sie deshalb mithilfe des Fragebogens die religiösen Interessen und Bedürfnisse Ihrer zu Betreuenden, um ein passendes Angebot gestalten zu können. Sollte jemand selbst aufgrund einer Demenz nur noch wenige Antworten hierzu liefern können, beziehen Sie auch Angehörige ein.

Durch Vorlesen und gemeinsames Sprechen von Bibelzitaten oder Kirchenliedern können Sie ausprobieren, wie der zu Betreuende auf die Texte reagiert. Manche Bewohner haben möglicherweise über viele Jahre hinweg keinen Bezug mehr zur christlichen Religion gehabt, finden aber in höherem Alter hierzu zurück – über eine mögliche Sinneswandlung sind manchmal auch Angehörige überrascht. Scheuen Sie sich also nicht, einen Versuch zu wagen. Nehmen Sie dabei dennoch sensibel wahr, wenn Ihr Angebot nicht gewünscht ist.

Erhebung religiöser Bedürfnisse
 JaNeinAnmerkungen
Sind Sie als Kind/Jugendlicher mit Ihrer Familie sonntags regelmäßig in die Kirche gegangen?oo 
Wurden Sie getauft? Wenn ja, nach welcher Konfession?oo 
Wurden Sie konfirmiert/gefirmt?oo 
Gehen Sie heute noch regelmäßig zur Messe?oo 
Möchten Sie von uns dazu Unterstützung?oo 
Bedeutet Ihnen Beten viel? Wenn ja, zu welchem Anlass, z. B. vorm Essen, vorm Schlafengehen, in der Kirche?oo 
Gingen Sie regelmäßig zur Beichte?oo 
Wenn ja, würden Sie dies auch heute noch gern tun?oo 
Haben Sie Interesse an Gesprächen mit einem Pfarrer?oo 
Möchten Sie, dass wir Kontakt vermitteln?oo 
Hören und singen Sie gern Kirchenlieder? Wenn ja, welche sind Ihre liebsten?oo 
Haben Sie Interesse am Austausch an Glaubensthemen? Wenn ja, eher im Zwiegespräch oder auch in einer Gruppe unter Gleichgesinnten?oo 
Gehen Sie gern in die Kirche? Wenn ja, eher zu Gottesdiensten oder auch zum Beten oder zur Beichte?oo 
Möchten Sie, dass wir prüfen, ob wir eine Begleitung organisieren können?oo 
Was macht Spiritualität sonst noch für Sie aus? Was bedeutet Glaube für Sie? Auf welche Art und Weise leben Sie Ihre Spiritualität? 
Auswertung: Gehen Sie die Fragen mit Ihrem Bewohner durch, um zu erfahren, wie seine Interessenlage ist. Je mehr Fragen mit einem Ja beantwortet werden, desto mehr Anhaltspunkte haben Sie für das Bedürfnis nach spirituellen Angeboten. Überlegen Sie dann gemeinsam mit demjenigen und gegebenenfalls Ihren Kollegen, was sich davon in den Alltag integrieren lässt.

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