Jede Berührung ist ein Dialog mit Ihren Gästen. Ihre wertschätzende Haltung ist dabei der Schlüssel für mehr Wohlbefinden. Ein einfühlsamer Berührungsdialog respektiert stets die Selbstbestimmung Ihrer Gäste. Sie entscheiden, was ihnen guttut und wie sie diesen Dialog gestalten möchten. Dazu gehören auch die Möglichkeit, das Angebot anzunehmen, abzulehnen oder abzubrechen, sowie die Wahl, welche Körperbereiche berührt werden dürfen.
Ihre Beobachtungsgabe und Ihre Empathie sind entscheidend, insbesondere wenn ein Gast mit Demenz seine Bedürfnisse nicht klar äußern kann. So können Sie erkennen, ob er sich wohlfühlt oder nicht. Bei Unwohlsein wird das Berührungsangebot angepasst oder – falls nötig – abgebrochen. Berührung ist kein starr festgelegtes Ritual, das vollständig durchlaufen werden muss, sondern ein flexibles Angebot, bei dem das Wohlbefinden des Gastes im Mittelpunkt steht. Individuelle Anpassungen im gegenseitigen Berührungsdialog sind dabei erwünscht und notwendig. In der folgenden Übersicht finden Sie 10 wichtige Aspekte für einen achtsamen Berührungsdialog.
10 ausgewählte Aspekte für einen achtsamen Berührungsdialog
1. Berührungen werden in Ruhe angeboten
Bieten Sie Berührungen erst an, wenn Sie selbst zur Ruhe gekommen sind. Ihre Entspannung wirkt sich auf das Wohlbefinden Ihrer Gäste aus. Bei Bedarf können Sie sich vor dem Berührungsangebot mit einer kurzen Entspannungsübung zentrieren. Hier können beispielsweise schon 2–3 bewusste Atemzüge (mit einer etwas längeren Ausals Einatmung) ausreichend sein.
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