PFLEGE & MEDIZIN

So helfen Ihnen Angehörige bei der Schmerzerfassung

Können sich Menschen klar und deutlich zu ihren Schmerzen äußern, können ein Schmerzmanagement und eine Schmerztherapie wunderbar gelingen. Schwierig wird es, wenn die Betroffenen dies nicht mehr können, z. B. […]

Michaela Funk

21.04.2025 · 3 Min Lesezeit

Können sich Menschen klar und deutlich zu ihren Schmerzen äußern, können ein Schmerzmanagement und eine Schmerztherapie wunderbar gelingen. Schwierig wird es, wenn die Betroffenen dies nicht mehr können, z. B. aufgrund von Demenz. In diesem Fall benötigen Sie die Unterstützung der Angehörigen.

Besonders deutlich wird dieser Unterstützungsbedarf im ambulanten Bereich, da Sie als Pflegekraft ja nur wenige Male am Tag und dann auch nur kurzfristig bei dem zu Pflegenden sind.

Schmerzen und Demenz

Menschen mit Demenz kommunizieren oftmals ihre Symptome anders als orientierte Personen. Nicht immer erschließen sich dem Betrachter die da hinterstehenden Wünsche, Nöte und Bedürfnisse. Nichtsdestotrotz erleben wir, dass den Angehörigen und den Mitarbeitern eine Veränderung des Erkrankten auffällt. Eine Untersuchung von Becker et al. 2005 hat zudem deutlich gezeigt, dass eher den Zugehörigen ein möglicher Schmerzzustand auffällt als uns Mitarbeitern. Anverwandte spüren nämlich intuitiv, dass etwas nicht stimmt. Dieses intuitive Erleben gilt es nun zu kommunizieren. Das „Mäeutische Konzept“ – vom niederländischen Institut für Mäeutische Entwicklung in der Pflegepraxis entwickelt – soll den Pflegenden bewusst machen, was sie innerlich – intuitiv – bereits wissen. Anschließend geht es darum, diese Intuition zu erkennen, zu versprachlichen und das Gespür als eine wichtige Quelle für pflegerelevante Aufgaben zu nutzen. Sind wir Mitarbeiter im pflegerisch-medizinischen Bereich eher auf empirische Daten fixiert, z. B. Blutzucker, Blutdruck oder Puls, kann uns unser „Bauch“ zusätzliche Informationen über das Befinden eines zu betreuenden Menschen mit Demenz liefern. Die Mäeutik, verstanden als einfühlende Pflege, kann also dabei behilflich sein, eine subjektive Erfahrung zu objektivieren.

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Jede Ausgabe zeigt Ihnen Wege für eine würdevolle Pflege und Betreuung von Menschen auf, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden. Auf der Basis von Respekt gegenüber dem Leben und der Autonomie des Menschen erfahren Sie regelmäßig, wie Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe mit Kompetenz, Wahrhaftigkeit und Einfühlungsvermögen durchführen.