TEILSEGREGIERTE GAMMEL-ANGEBOTE

So organisieren Sie teilsegregierte Gammel-Angebote

Menschen mit Demenz sind froh, wenn sie mal nicht mit uns Orientierten zusammen sein müssen. Insbesondere durch Menschen ohne Demenz erleben die Betroffenen häufig Korrekturen, was wiederum als kränkend erlebt […]

Stephan Kostrzewa

01.10.2024 · 2 Min Lesezeit

Menschen mit Demenz sind froh, wenn sie mal nicht mit uns Orientierten zusammen sein müssen. Insbesondere durch Menschen ohne Demenz erleben die Betroffenen häufig Korrekturen, was wiederum als kränkend erlebt wird. Hier kann es nun sinnvoll sein, wenn Sie für Ihre zu Pflegenden mit Demenz sogenannte „Gammel-Oasen“ bzw. „Wohlfühloasen“ schaffen. Das sind Bereiche, in die sich die Betroffenen zurückziehen können, um ohne Korrektur ihre Impulse auszuleben.

Orientierte Bewohner als Co-Therapeuten?

In vielen Pflegeinrichtung wird nach dem integrativen Modell gepflegt und betreut. Das bedeutet, dass Menschen mit verschiedenen kognitiven Stärken und Orientierungsfähigkeiten zusammenleben. Dieser Ansatz versteht den orientierten Mitbewohner oftmals als Co-Therapeuten. Hier wird erwartet, dass die Demenzbetroffenen sich das korrekte Verhalten vom Orientierten abschauen. Zudem soll der orientierte Bewohner korrigierend eingreifen, wenn ein Mensch mit Demenz sich falsch verhält.

Auch bei diesem Ansatz ist oft zu beobachten, dass die Korrekturen durch Orientierte oftmals als Kränkungen durch den Demenzbetroffenen erlebt werden.

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