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So prüfen und sichern Sie den Erfolg Ihrer Fortbildungen

Wir können es uns nicht leisten, Mitarbei- tende zu Schulungen zu schicken, deren Effekt dann in der Arbeit nicht spürbar wird. Überprüfen Sie Schulungserfolg systematisch und stellen Sie auch immer […]

Sandra Herrgesell

18.11.2024 · 2 Min Lesezeit

Wir können es uns nicht leisten, Mitarbei- tende zu Schulungen zu schicken, deren Effekt dann in der Arbeit nicht spürbar wird. Überprüfen Sie Schulungserfolg systematisch und stellen Sie auch immer wieder die Frage nach den Möglichkeiten und Methoden des Transfers des Erlernten in die Praxis. Dabei hilft Ihnen Ihr QM-Sys- tem mit den folgenden Methoden:

  1. Derklassische Feedbackbogen. Ein klas- sischer Feedbackbogen (siehe Muster) fin- det in den meisten Einrichtungen Einsatz. Er sollte mehr können als nur erfassen, wie der Referent war oder ob der Kaffee in den Pausen geschmeckt hat. Insbesondere bie- tet Ihnen der Bogen auch die Möglichkeit, die Frage nach dem Transfer in die Praxis zu stellen. Lassen Sie Mitarbeitende Schu- lungen mit diesem Bogen bewerten. Auf dieser Grundlage können Sie gezielt Refe- renten aus- oder auch abwählen und den Mitarbeitenden Hilfestellungen geben.
  2. Pflege- und Mitarbeitervisiten, inter- ne Audits. Mit den genannten Methoden sehen Sie, ob Ihre Mitarbeitenden das Gelernte anwenden. Sie können gezielt ins Gespräch gehen und Maßnahmen ab- leiten, mit denen Schulungsinhalte weiter eingeübt, vertieft und andere weitergege- ben werden können. Gleichzeitig sehen Sie, wo die Mitarbeitenden besondere Stärken oder auch Defizite haben. Die fol- genden neuralgischen Punkte kommen dabei in der Regel in den Fokus:
    • hygienische Maßnahmen
    • Umsetzung des pflegerischen Risiko- managements und insbesondere der Expertenstandards
    • Anwendung der Vorgaben im Arbeits- schutz, z. B. zum Schuhwerk, zur Ergo- nomie, zu Verletzungsrisiken durch Schmuck
    • Umgang mit Medikamenten
    • „weiche“ Themen, wie die Gesprächs- führung und/oder die Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz
  3. Mitarbeitendengespräche: Verankern Sie in Ihren Formularen für die Mitarbei- tendengespräche gezielt die Fragen nach Fortbildungen und Fortbildungstransfer. Solche Fragen können z. B. sein:
    • Was benötigen Sie, um Fortbildungsin- halte umzusetzen?Wie könnten Sie Ihr Wissen weiterge- ben?
      • Was benötigen Sie, um Ihr Wissen wei- ter zu vertiefen?
  4. Teamsitzungen. Nutzen Sie Teamsit- zungen, damit Mitarbeitende gelernte In- halte weitergeben. Dies dient der Reflexi- on, dem Transfer und natürlich auch dem Wissensaufbau bei allen, die nicht bei der Schulung dabei waren. Machen Sie es zum festen Bestandteil Ihrer Teamsitzungen, dass Mitarbeiter, die eine Fortbildung be- sucht haben oder gerade von einem Mo- dul einer Weiterbildung zurückkommen, berichten. Solche kleinen Trainings haben oft sehr gute Effekte. Folgende Fragen helfen den Berichtenden bei ihrer Vorbereitung:
    • Was war das zentrale Thema der Fort- bildung?
    • Was an den dargestellten Inhalten war neu?
    • Welcher Handlungsbedarf resultiert aus der Fortbildung für die Praxis?
    • Wer außer den Anwesenden sollte sonst noch informiert oder geschult werden?
    • Welche schriftlichen Inhalte aus der Schulung (Präsentation, Skript) sollen für alle hinterlegt werden und wo?
    • Was braucht es, um die Inhalte in die Praxis zu transferieren (personelle, ma- terielle, zeitliche Ressourcen)?
  5. Tests. Tests können helfen, nach Fortbildungen das Gelernte noch einmal Revue passieren zu lassen und aufzude- cken, wo der Stoff schon geläufig ist und wo noch nachgebessert werden könnte. E- Learning-Plattformen haben diese Forma- te in der Regel schon integriert. Wenn Sie selbst Tests entwickeln, achten Sie darauf, dass diese spielerisch sind. Ein Quiz, eine Rallye – das alles peppt den manchmal drögen Alltag auf und kann, wenn Aufga- ben im Team gelöst werden, gleichzeitig noch die Sozialkompetenz fördern.

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