Bei allen pflegerischen Problemen ist es wichtig, dass Sie frühzeitig etwaige Risikofaktoren erkennen. Denn nur so können Sie gezielt und schnellstmöglich notwendige präventive Maßnahmen einleiten. Schon bei der Aufnahme Ihres Pflegekunden sollten Sie bei der Informationssammlung bzw. der Pflegeanamnese die individuellen Ressourcen/Fähigkeiten und die Probleme Ihres Pflegekunden mit Kontinenz ermitteln und beschreiben. Nach Meinung der Expertenarbeitsgruppe „Kontinenzförderung“ sollten Sie im Rahmen der Informationssammlung Ihrem Pflegekunden folgende, in der Übersicht genannte Initialfragen stellen.
Diskretion ist wichtig
Das Thema „Kontinenz“ ist oftmals tabuisiert und schambesetzt. Legen Sie daher großen Wert auf eine empathische und respektvolle Kommunikation und Grundhaltung gegenüber Ihrem Pflegekunden. Führen Sie die Befragung möglichst an einem geschützten Ort durch. An- und Zugehörige sollten nur dann dabei sein, wenn Ihr Pflegekunde das ausdrücklich wünscht.
Einschätzung zu Beginn der Pflege
Entsprechend den Vorgaben des Expertenstandards zur Kontinenzförderung muss eine erste Einschätzung unmittelbar zu Beginn des pflegerischen Auftrags vorgenommen werden. Die Häufigkeit der Wiederholung ist individuell festzulegen. Sie als Pflegefachkraft sollten hierzu die Kontinenzsituation Ihres betroffenen Pflegekunden und die identifizierten Risikofaktoren zugrunde legen.
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