THEMENHEFT: THERAPEUTISCHES GAMMELN

So schaffen Sie „Gammel­Oasen“

Menschen mit Demenz sind froh, wenn sie mal nicht mit uns Orientierten zusammen sein müssen. Der Grund: Insbesondere durch Menschen ohne Demenz erleben die Betroffenen häufig Korrekturen, was wiederum als […]

Michaela Funk

24.03.2025 · 2 Min Lesezeit

Menschen mit Demenz sind froh, wenn sie mal nicht mit uns Orientierten zusammen sein müssen. Der Grund: Insbesondere durch Menschen ohne Demenz erleben die Betroffenen häufig Korrekturen, was wiederum als kränkend erlebt wird.

Aufgrund dieser Gemengelage kann es sinnvoll sein, wenn Sie für Ihre zu Pflegenden mit Demenz sogenannte „Gammel-Oasen“ bzw. „Wohlfühl-Oasen“ schaffen. Das sind Bereiche, in die sich die Betroffenen zurückziehen können, um ohne Korrektur ihre Impulse auszuleben. Gerade diese geschützten Bereiche ermöglichen es dem Menschen mit Demenz, ohne Stress und Anforderungen Zeit zu verleben.

Orientierte Bewohner als Co-­Therapeuten?

In vielen Pflegeeinrichtung wird nach dem integrativen Modell gepflegt und betreut. Das bedeutet, dass Menschen mit verschiedenen kognitiven Stärken und Orientierungsfähigkeiten zusammenleben. Dieser Ansatz versteht den orientierten Mitbewohner oftmals als Co-Therapeuten. Es wird erwartet, dass die Demenzbetroffenen sich das korrekte Verhalten vom orientierten Pflegekunden abschauen. Zudem soll der orientierte Bewohner korrigierend eingreifen, wenn ein Mensch mit Demenz sich falsch verhält.

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Jede Ausgabe zeigt Ihnen Wege für eine würdevolle Pflege und Betreuung von Menschen auf, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden. Auf der Basis von Respekt gegenüber dem Leben und der Autonomie des Menschen erfahren Sie regelmäßig, wie Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe mit Kompetenz, Wahrhaftigkeit und Einfühlungsvermögen durchführen.