Diskriminierung ist ein sehr sensibles Thema – sowohl in Pflegeeinrichtungen als auch in der ambulanten Versorgung oder in Tagespflegen. Pflegekräfte spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie sicherstellen, dass die zu Pflegenden vor Diskriminierung geschützt werden und ein respektvolles Miteinander gewährleistet ist.
Gründe für diskriminierendes Verhalten
Verschiedenste Gründe führen dazu, dass Menschen in stationären Einrichtungen einander diskriminieren. Häufig ursächlich sind:
- gerontopsychiatrische Erkrankungen, z. B. Demenz und damit verbundene Verhaltensveränderungen
- kulturelle Unterschiede, beispielsweise unterschiedliche Religionszugehörigkeiten oder Sprachen, die zu Missverständnissen führen
- „Cliquenbildung“, d. h. informelle soziale Gruppen unter den Pflegekunden, die „nicht passende Dritte“ bewusst ausschließen
- überholte Wertvorstellungen, mit denen die zu Pflegenden sozialisiert wurden und die nicht mehr den heutigen Maßstäben bezüglich Akzeptanz und Toleranz der Individualität anderer Menschen entsprechen
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